Ex-Minister: Volksbefragung zum Wehrdienst wird "emotionale Entscheidung"

Laut Ex-Verteidigungsminister Thomas Starlinger wird die Volksbefragung zum Wehrdienst eine emotionale Entscheidung. Er fordert eine Entscheidung des Parlamentes.
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Bei einer etwaigen Volksbefragung über eine Wehrdienstverlängerung könnte das befragte Volk nicht auf Basis von Fakten entscheiden: "Es wird eine rein emotionale Entscheidung", sagte Ex-Verteidigungsminister und Mitglied der Wehrdienstkommission Thomas Starlinger am Sonntag in der ORF-Sendung "Hohes Haus". Er lehnt eine Volksbefragung ab und hofft, "dass Einsicht einkehrt".

Starlinger: Das sei unrealistisch

Die Wehrdienstkommission habe insgesamt rund 50 Stunden getagt. "Wenn ich das Volk auf den gleichen Wissensstand bringen möchte, bedeutet das ebenfalls 50 Stunden Ausbildung mit dem Volk", so Starlinger. Das sei unrealistisch. Er fordert eine Entscheidung des Parlamentes ein.

Die Wehrdienstkommission hatte am 20. Jänner ihren Bericht vorgestellt. Sie empfiehlt, den Grundwehrdienst auf acht Monate zu verlängern. Danach sollen insgesamt zwei Monate Milizübungen folgen. Der Zivildienst soll zumindest zwölf Monate dauern. Ende Jänner kündigte Stocker dann überraschend an, er wolle in der Frage eine Volksbefragung abhalten. Sowohl Reform wie Volksbefragung sind in der Koalition umstritten.

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