Politik | Inland
28.09.2017

"Team Kärnten" schließt Martin Rutter aus

Rutter fiel in den letzten Monaten mit der Verbreitung rechtsextremer Verschwörungstheorien auf.

Das "Team Kärnten" hat am Donnerstag am Rande der Sitzung des Kärntner Landtages den Abgeordneten Martin Rutter ausgeschlossen. Wie Parteichef Gerhard Köfer vor Journalisten sagte, habe sich der Mandatar "am rechten Rand" bewegt, womit seine Partei nichts zu tun haben wolle. Rutter wird nach seinem Ausschluss als "wilder" Abgeordneter im Landtag bleiben.

In den vergangenen Monaten war Rutter immer wieder mit der Verbreitung rechtsextremer Verschwörungstheorien auf Facebook aufgefallen. Ausschlaggebend für den jetzigen Ausschluss war laut Köfer, dass Rutter am kommenden Sonntag als Redner für das als rechtsextrem eingestuften Ulrichsbergtreffen nördlich von Klagenfurt angekündigt ist: "Darüber hätte er mit uns reden müssen", erklärte Köfer, der sich "persönlich enttäuscht" gab.

Thema "Migrationslüge"

"Er provoziert ständig und provoziert auch uns damit", sagte Köfer am Mittwoch zur APA. "Das Ulrichsbergtreffen ist schon sehr rechts angesiedelt und hat mit meiner Bewegung und mit meiner politischen Haltung nichts zu tun." Der Auftritt sei jedenfalls nicht mit der Partei abgesprochen. Rutter soll beim Treffen zum Thema "Migrationslüge" sprechen. Seiner Theorie zufolge, die er auch auf Facebook und im Landtag verbreitet, handelt es sich bei der Migration nach Europa um einen gezielten Bevölkerungsaustausch.

Auf die Frage, ob er den Ausschluss akzeptiere, sagte Rutter, er werde sich nicht davon abhalten lassen, zu sagen, was er sich denke. Die Trennung werde wohl auf eine Schiedsgerichtsentscheidung des Team Kärnten hinauslaufen, sagte Rutter: "Ich hätte das gerne schriftlich, dass ich etwas falsch gemacht habe."