Politik | Inland
18.04.2018

Syrien: Sebastian Kurz telefonierte mit Wladimir Putin

Weitere Eskalation soll verhindert werden. Kurz: "Russland ist Supermacht und wichtiger Player".

Nach seinem Gespräch mit Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch auch mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin zum Thema Syrien-Konflikt telefoniert. "Eine weitere Eskalation, insbesondere auch zwischen den Supermächten USA und Russland, muss mit allen Mitteln verhindert werden", wurde Kurz danach in einer Aussendung seines Büros zitiert.

Themen seien "mögliche vertrauensbildende Schritte hin zu einer Deeskalation und diplomatische Initiativen für eine Lösung des Syrien-Konflikts" gewesen, hieß es weiter. " Russland ist Supermacht und ein wichtiger Player in Syrien. Bei den aktuellen Bemühungen zu einer friedlichen Lösung des Konflikts ist Russland daher einzubinden, wenn diese Erfolg haben sollen. Eine weitere Eskalation, insbesondere auch zwischen den Supermächten USA und Russland, muss mit allen Mitteln verhindert werden."

"Für den Syrien-Konflikt kann es zudem keine militärische Lösung geben. Es ist daher das Gebot der Stunde, sich nun der Vernunft zu besinnen und den diplomatischen Friedensprozess voranzutreiben", betonte Kurz demnach. Putin habe sich "offen für eine Fortsetzung der Gespräche" gezeigt. Das Telefonat mit Merkel war ähnlichen Inhalts gewesen.

Der Bundeskanzler unterstrich zudem erneut, dass er bereits am gestrigen Dienstag UNO-Vermittler Staffan de Mistura "volle Unterstützung" für Friedensverhandlungen angeboten habe. "Ich habe auch die Notwendigkeit betont, humanitäre Hilfe in Syrien zu leisten. Die Bundesregierung hat daher heute beschlossen, im Rahmen des Auslandskatastrophenfonds vier Millionen Euro beitragen, um vor Ort zu helfen."