Symbolbild.

© APA - Austria Presse Agentur

Politik Inland
05/06/2021

Serverfehler auf EU-Datenbank für Corona-Hilfen

"Interner Serverfehler" statt Coronahilfen-Empfänger. Bruchteil der eingemeldeten Fälle abrufbar.

Am Mittwoch hatte die Regierung in Wien angekündigt, dass Unternehmen, die im Vorjahr Corona-Unterstützungen über 100.000 Euro erhalten haben, ab Donnerstag in der Förderdatenbank der EU veröffentlicht werden.

Die Veröffentlichung betrifft laut Finanzministerium Förderungen mit einem Gesamtvolumen von 6,7 Milliarden Euro. Ausschlaggebend war eine entsprechende Vorgabe der EU-Kommission. Doch am Donnerstag war vorerst kein Empfänger ausfindig zu machen - nur ein Serverfehler. 

Laut ORF-Recherchen wurden fast 9.000 Datensätze für das Jahr 2020 nach Brüssel übermittelt. Darunter sind demnach die Daten von 0,68 Prozent der Empfänger des Fixkostenzuschusses, 4,6 Prozent all jener, die aus mehreren Töpfen Hilfen bekommen haben sowie 98,3 Prozent aller Firmen, die Garantien der Kontrollbank erhalten haben.

Gegen Donnerstagmittag waren über die entsprechende Datenbank der EU-Kommission erst einige Dutzend neu eingemeldete Förderungen abrufbar. Das Finanzministerium verwies auf technische Probleme seitens der Kommission, deren Server zuvor mehrere offline gewesen war. Als größter Empfänger von Coronahilfen in Österreich schienen vorerst die Austrian Airlines auf.

In den kurz nach Mittag von der APA abgerufenen neuen Daten scheinen vor allem Bürgschaften der Covid-19-Finanzierungsagentur COFAG auf. Sie garantiert demnach bei den Austrian Airlines für 270 Millionen Euro. Ebenfalls hohe Bürgschaften der Bundesagentur laufen für den Motorenhersteller BRP-Rotax (49,5 Million Euro), für das Verkehrsbüro (30,6 Millionen Euro) sowie für das steirische Handelsunternehmen Kastner & Öhler (20,7 Millionen Euro) und für die Cineplexx-Kinos (16,2 Millionen Euro).

Bruchteil der Förderfälle abrufbar

Allerdings waren vorerst nicht annähernd die von der Regierung angekündigten 21.000 Förderfälle abrufbar. In der Datenbank schienen nur einige Dutzend am Donnerstag veröffentlichte Einträge auf. Das Finanzministerium verwies auf APA-Anfrage auf technische Probleme seitens der EU-Kommission und darauf, dass die Daten permanent aktualisiert würden.

Die Regierung in Wien hatte am Mittwoch angekündigt, dass Unternehmen, die im Vorjahr Corona-Unterstützungen über 100.000 Euro erhalten haben, ab Donnerstag in der Förderdatenbank der EU veröffentlicht werden. Die Veröffentlichung betrifft laut Finanzministerium Förderungen mit einem Gesamtvolumen von 6,7 Mrd. Euro, davon 2,3 Mrd. Euro Zuschüsse und der Rest Garantien. Förderungen unter 100.000 Euro werden nicht veröffentlicht.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.