Politik | Inland
09.05.2018

Salzburger FPÖ-Politiker tritt nach Nazi-Posting zurück

Salzburger RFJ-Landesobmann und freiheitlicher Gemeindepolitiker hatte sich als Jugendlicher als NS-Sympathisant geoutet.

Der Landesobmann der Freiheitlichen Jugend Salzburg und FP-Ortschef der Gemeinde Lofer, Markus Hüttenmeyer, ist am Mittwoch zurückgetreten. Erst gestern war bekannt geworden, dass er 2009 im Alter von 15 Jahren in einem Facebook-Posting von "uns Nationalsozialisten" gesprochen hatte. FPÖ-Salzburg-Pressesprecher Dom Kamper bestätigte gegenüber der APA einen Bericht der Online-Plattform Salzburg24.

"So ein Gedankengut hat in der FPÖ nichts verloren."

"Im Gespräch mit dem Funktionär hat sich herausgestellt, dass die Anschuldigungen richtig waren. Auch wenn die Postings bald zehn Jahre alt sind, hat er die entsprechenden Schritte gezogen und alle Parteifunktionen zurückgelegt", sagte Kamper. "So ein Gedankengut hat in der FPÖ nichts verloren."

Der scheidende grüne Landtagsabgeordnete Simon Heilig-Hofbauer hatte am gestrigen 8. Mai, den "Tag der Befreiung" zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, auf die Postings von Hüttenmeyer aufmerksam gemacht. In einem Beitrag griff der FPÖ-Funktionär 2009 etwa auf ein Zitat des NS-Autors Hansjörg Männel zurück: "Für uns Nationalsozialisten darf das Bekenntnis zu einer Weltanschauung niemals zur Phrase werden, sondern es muss zu einer festen Charakterhaltung verpflichten."

Website des RFJ-Salzburg war offline

Die Homepage des RFJ-Salzburg war am Mittwoch wegen "Wartungsarbeiten" offline. Auch die entsprechenden Facebook-Postings des FPÖ-Funktionärs sind verschwunden. Hüttenmeyer selbst war für die APA vorerst zu keiner Stellungnahme erreichbar.