Politik | Inland
15.06.2017

Rot-Blau? Stöger: Gehe über Brücke, wenn die Brücke da ist

Ob die Personen Maier oder Müller heißen sei egal, meint der Sozialminister. Die Inhalte seien wichtig.

Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) ist am Rande des EU-Rats in Luxemburg der Frage nach einer rot-blauen Koalitionsvariante nach den nächsten Wahlen ausgewichen. "Ich gehe über die Brücke, wenn die Brücke da ist", sagte Stöger auf die Frage, ob er eine solche Möglichkeit ausschließt.

Jedenfalls habe er die Brücke noch nicht gesehen. Außerdem sei es "egal, ob die Personen Maier oder Müller heißen", wichtig seien die Inhalte. Den Menschen seien diese Spielereien auch egal, denen gehe es darum, dass sie Lebensperspektiven haben.

Er wolle zuerst einen intensiven Wahlkampf führen. "Über wirkliche Fragen, die die Lebenswelt und die Menschen berühren". Dabei gehe es um die Aktion 20.000 für ältere Langzeitarbeitslose, um Mindestlöhne, die Verhinderung von Altersarmut. Es werde "Parteien geben, die mitmachen. Die Einladung der SPÖ geht an alle Parteien. Wenn die mitmachen, bringen wir Europa weiter".

Konkret befragt, wie er es mit der Vranitzky-Doktrin (keine Koalition mit den Blauen, Anm.) halte, sagte Stöger: "Niemand brennt für Kompromisse. Das ist ganz klar. Aber es wird notwendig sein, unter verschiedenen Interessensgruppen in der Gesellschaft Kompromisse zu finden." Die SPÖ werde, egal mit wem sie in eine Koalition gehe, die eigenen Mitglieder danach befragen. "Nachdem wir die Change gehabt haben, in Koalitionsverhandlungen zu gehen. Da müssen wir unseren Wählern den Auftrag dazu geben."