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Politik Inland
12/20/2019

Pernkopf: "Klimakonferenz-Tourismus muss endlich ein Ende haben"

Stephan Pernkopf ist für die ÖVP einer der Koalitionsverhandler. Von den Klimagipfeln hält er gar nichts.

von Martin Gebhart

Seit seinem Wechsel vom Ministerkabinett des ehemaligen Umweltministers Josef Pröll in die niederösterreichische Landespolitik ist Stephan Pernkopf für die Themen Klimaschutz und Umwelt zuständig. Zuerst als Landesrat, seit 2017 als Stellvertreter von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Beim Klimagipfel in Polen war er als Vertreter Österreichs dabei, Madrid hat er ausgelassen.

Er hält auch nicht viel davon. Pernkopf: "Dieser Klimakonferenz-Tourismus muss ein Ende haben. Wenn sich 30.000 Politiker und Experten treffen, sagt einem schon der Hausverstand, dass da nichts herauskommen kann. Das Format muss überdacht werden, das kann so nicht funktionieren." Eine Klimastrategie müsste von kleineren Gruppen vorbereitet und dann abgesegnet werden.

Der Klimaplan der Bundesregierung hätte für ihn auch akzentuierter ausfallen können. Aber: "Das ist eine Übergangsregierung." Themen wie 100 Prozent Strom aus erneuerbarer Energie oder das Aus für Ölheizungen seien in Niederösterreich schon vor Jahren umgesetzt worden.

Minister-Gerüchte

Stephan Pernkopf, Obmann des Bauernbundes NÖ, ist einer der Verhandler auf türkiser Seite. Er sitzt zu Punkten wie Klimaschutz, Energie oder Landwirtschaft mit den Grünen an einem Tisch. Ob es eine türkis-grüne Koalition leichter hat, beim Thema Klimaschutz Akzente zu setzen, beantwortet er so: "Egal welche Koalition es zum Schluss geben wird, das Thema Klimaschutz und das Thema Energie werden ganz oben stehen."

Grundsätzlich ist er mit den Koalitionsverhandlungen zufrieden: "Ich glaube, dass alle Beteiligten momentan sehr konstruktiv arbeiten und dass ein gutes Ende herauskommt." Mit ihm als Minister, wie bereits spekuliert wird. Pernkopf: "An den Spekulationen sollte sich niemand beteiligen. Ich bin seit 2002 in unterschiedlichsten Funktionen bei allen Regierungsverhandlungen dabei gewesen. Es ist wahrscheinlich kein Nachteil, für irgendwelche Funktionen genannt zu werden. Es weiß aber jeder, dass ich meinen jetzigen Job leidenschaftlich mache."

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