Politik | Inland
30.10.2018

Pensionen: Österreichs System mit geringer Nachhaltigkeit

Eine Studie zeigt Österreich unter 34 Staaten nur auf dem vorletzten Platz. Ganz vorne liegt Dänemark.

Eine Studie des internationalen Beratungsunternehmens Mercer attestiert dem heimischen Pensionssystem geringe Nachhaltigkeit. Unter 34 weltweit ausgewerteten Staaten kommt Österreich in diesem Ranking nur auf den vorletzten Platz. Nur Italiens Pensionssystem wird eine noch geringere Nachhaltigkeit bescheinigt. Ganz vorne im Ranking liegt hingegen Dänemark, gefolgt von den Niederlanden.

Die vor kurzem publizierte Studie wertet die drei Faktoren "Nachhaltigkeit", "Angemessenheit" und "Integrität" aus, vergeben werden dafür je Punkte zwischen 0 und 100. Unter Nachhaltigkeit wurde untersucht, ob das gegenwärtige System in Zukunft aufrechterhalten werden kann. In dieser Kategorie schneidet Österreich mit nur 21,5 Punkten äußerst schlecht ab. Nur Italien liegt mit 20,1 Punkten knapp dahinter. Zum Vergleich: Dänemark führt das Ranking mit 81,8 Punkten an, vor den Niederlanden mit 79,2 Punkten. Der Schnitt der 34 Staaten liegt bei 52 Punkten.

Bei "Angemessenheit" auf Rang zwölf

In anderen Kategorien hingegen liegt Österreich besser: Für den Sub-Index "Angemessenheit", der unter anderem die derzeit gewährten Versorgungsleistungen bewertet, kommt Österreich mit 68,1 Punkten auf Platz zwölf. Hier führt Deutschland mit 79,9 Punkten vor Frankreich (79,5) und Irland (79). Der Durchschnittswert beträgt 61,1 Punkte. Und bei der Frage nach der "Integrität", die die Privatvorsorge und deren Beständigkeit untersucht, kommt Österreich auf ebenfalls überdurchschnittliche 76,7 Punkte (Schnitt: 71,6).

Im Gesamt-Ranking (Schnitt aller drei Sub-Faktoren zusammen) liegen die Niederlande mit 80,3 Punkten knapp vor Dänemark mit 80,2 Punkten und Finnland mit 74,5 Punkten. Österreich rangiert mit 54 Punkten auf Platz 25 und liegt damit unter dem Durchschnitt von 60,5 Punkten.