Politik | Inland
23.08.2018

NEOS schlagen "7+8 Ferienreform" vor

Sieben der so gewonnenen 15 Tage sollen demnach Schultage und für die Vermittlung digitaler Kompetenzen zweckgewidmet werden.

Die NEOS legen für die von ihrer Chefin Beate Meinl-Reisinger vorgeschlagene Verkürzung der Sommerferien von neun auf sechs Wochen ein konkretes Modell vor. Sieben der so gewonnenen 15 Tage sollen demnach Schultage und für die Vermittlung digitaler Kompetenzen zweckgewidmet werden, die restlichen acht für Herbstferien sowie die Verlängerung der Osterferien auf zwei Wochen genutzt werden.

An den sieben zusätzlichen Schultagen sollen Grundlagen im Programmieren sowie der Schwerpunkt "Wie bewege ich mich im Netz" (Social Media, Umgang mit Mobbing etc.) auf dem Stundenplan stehen. Fünf der im Sommer abgezwackten Ferientage würden für Herbstferien von 26. Oktober bis 3. November verwendet, drei für die zweite freie Osterwoche (Mittwoch bis Freitag).

"Baba" am Datenhighway

"Wie oft gehen wir mit unseren Kindern den Schulweg, bevor wir sie alleine gehen lassen? Und am Datenhighway sagen wir gleich von Beginn an 'Baba' - das ist ja offensichtlich, dass hier eine Schieflage ist und Handlungsbedarf herrscht", so Meinl-Reisinger zur APA. Mit der "7+8 Ferienreform" würden außerdem die freien Tage besser verteilt. Während im Frühjahr die Ferien und Feiertage sehr dicht gestreut seien, wären diese derzeit bis Weihnachten sehr dünn gesät.

Kürzere Sommerferien würden außerdem dem Umstand entgegenwirken, dass viele Kinder in der langen Pause davor Gelerntes wieder vergessen. Darunter litten besonders jene Schüler, die daheim nicht entsprechend gefördert würden oder aus Familien kommen, in denen nicht Deutsch gesprochen wird. Sozial schwächer gestellte Familien wiederum könnten ihren Kindern keine Sommerschule, Camps, Nachhilfe etc. bezahlen.