Politik | Inland
13.06.2018

Moschee in Favoriten wollte nach Schließung wieder eröffnen

Dem Versuch der mit den "Grauen Wölfen" in Verbindung stehenden Wiener Moschee, den Betrieb aufzunehmen, wurde nicht stattgegeben.

Allen sieben per Bescheid geschlossenen Moscheen ist der Betrieb weiterhin untersagt. Dem Versuch des Gebetshauses in Wien-Favoriten, wieder zu eröffnen, wird nicht stattgegeben, da die notwendige Meldung "nicht vom zuständigen Organ" eingebracht worden sei, hieß es zu einem Bericht des Online-Standard am Mittwoch aus dem Kultusamt zur APA. Bisher sei auch kein Einstellungsbescheid beeinsprucht worden.

Wie am Freitag die Regierung bekannt gegeben hatte, wurde dem Moschee-Verein "Nizam-i Alem" in Wien-Favoriten der Betrieb untersagt, da die Moschee illegal betrieben worden sei. Der Standard berichtete Mittwochmittag nun davon, dass ein entsprechendes Ansuchen für die Gründung einer Moscheegemeinde seit April bei der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) liege, dieses jedoch nicht an das Kultusamt weitergeleitet worden sei.

Kultusamt: Nicht rechtskonform

IGGÖ-Vizepräsident Abdi Tasdögen erklärte im Bericht, dass dieser Vorgang nun abgeschlossen sei und ein von ihm unterzeichnetes Dokument Dienstagabend an Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) erging. Aus Blümels Büro hieß es allerdings zur APA, dass die Moschee geschlossen bleibt: Die Meldung an das Kultusamt sei nicht rechtskonform erfolgt, da sie nicht vom zuständigen Organ eingebracht worden sei. Dies sei IGGÖ-Präsident Ibrahim Olgun.

Eine Klarstellung an die IGGÖ sei gerade in Ausarbeitung, erklärte eine Sprecherin. Olgun war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.