Mein Handyentzug: Eine 14-Jährige erzählt von ihrem Experiment

Wie findet man sich in einer Welt ohne Smartphone zurecht? Ohne Instagram, WhatsApp und Snapchat. Lena aus dem GRG23 in Wien-Liesing erzählt uns hier von ihren Erfahrungen.
Lena Böhmer

Lena geht in das GRG23 in Wien-Liesing - und ja, sie ist die Tochter unseres Politikredakteurs Christian Böhmer. Er hat allerdings versprochen, sie hier alleine schreiben und von ihren Erfahrungen berichten zu lassen. 

Lena nimmt am Handy-Experiment teil. 72.000 Schüler in Österreich versuchen gerade, 21 Tage ohne Smartphone auszukommen. Manche, so auch Lena, haben dafür ein älteres Mobiltelefon, ein Klapp-Handy, bekommen. Das bedeutet: Sie können zwar telefonieren oder SMS-Nachrichten verschicken. Soziale Medien wie Instagram oder Snapchat sind im Handy-Experiment allerdings passé. Auch WhatsApp oder Online-Navigation wie über Google Maps ist für die Jugendlichen nicht verfügbar, zumindest nicht unterwegs. Gleiches gilt für App-basierte Spiele - und Apps wie Spotify. Und genau darum geht es: Um den ständigen Verzicht, den das mobile Internet am Smartphone unterwegs und im Alltag bietet. 

Wie geht es einer 14-Jährigen, die täglich vier Stunden mit dem Smartphone hantiert, wenn das Gerät plötzlich nicht mehr verfügbar ist? Wie kommuniziert sie mit ihren Freunden, welche Ängste und Sorgen plagen sie? Und: Gewinnt sie vielleicht sogar an Lebensqualität - und wenn ja, wo?

Das Handy-Experiment wird psychologisch begleitet und aufgearbeitet, die Jugendlichen halten ihre Erfahrungen in Fragebögen fest, die Sucht-Experten auswerten. 

21 Tage ohne Smartphone - ein Protokoll

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    Tag 1: Ich hab mir kurz selbst leid getan

    Heute ist der erste Tag des Experiments. Wir haben alle zusammen die Handys abgedreht und in unsere Schultaschen gepackt, damit wir sie später den  Eltern geben können. Meine Freunde und ich, wir dachten uns: Warum machen wir das eigentlich? Drei Wochen sind schon relativ lang! Nach dem Unterricht, als ich aus der Schule ging, wollte ich aus Reflex zum Handy greifen, aber: Das ging ja nicht. Mir wurde klar: Jetzt ist es wirklich weg. Das war ein schwerer Moment. Ich setzte mich mit meiner Freundin auf den Boden und hab mir kurz selbst leid getan. Am Nachmittag haben wir dann für die Schule gelernt, und ich weiß nicht, wann ich zuletzt so schnell und konzentriert war. Keine Ablenkungen, kein Gefühl, ständig nachschauen zu müssen, wer mir auf Snapchat schreibt. Am Abend hab ich noch Tennis gespielt, und der Tag ist schnell vergangen. Ich hab mein Smartphone nicht vermisst. 

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    Tag 2: Ich habe erste SMS getippt

    Nach dem Aufwachen hab’ ich mich an meinen Traum erinnert. Darin hatte ich mein Smartphone, und hab‘ es eingeschaltet. So egal kann mir mein Handy also doch nicht sein…. Das Komische ist: Unter tags hab ich es heute nicht vermisst. Ich hatte am Nachmittag tanzen und wollte zusammen mit meinen Freudinnen zum Training fahren. Aber dann ist uns aufgefallen, dass wir das ja nicht so einfach in die Gruppe schreiben können, wir hätten uns alle gegenseitig anrufen müssen. Da ist uns wieder aufgefallen, wie praktisch das Smartphone ist. Als Ablenkung und damit mir nicht langweilig wird, war ich zusätzlich laufen und hab ein Workout gemacht. Es hat richtig gut funktioniert. Außerdem habe ich angefangen, SMS auf dem Klapphandy zu schreiben. Es dauert zwar länger als am Smartphone, aber irgendwie macht es auch Spaß. Ich habe das Gefühl meiner ganzen Klasse geht es bis jetzt noch richtig gut mit dem Handy-Experiment. Soweit ich weiß, ist keiner kurz davor abzubrechen.

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    Tag 3: Wie sollen wir uns als Gruppe treffen?

    Heute ist der dritte Tag, und mir geht es relativ gut. Der Tag hat sich angefühlt wie jeder andere Schultag. Nur am Heimweg hat mir mein Handy gefehlt. Ich wollte viele Sachen nachschauen und meine Freunde und ich wollten uns für das Wochenende ein Treffen ausmachen - aber wir wussten nicht wie. Im Normalfall hätte wir eine WhatsApp Gruppe erstellt. Aber jetzt, da keiner von uns mehr WhatsApp hat, ist das irgendwie viel schwieriger. Vor allem wenn sich mehrere Leute treffen wollen.

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    Tag 4: Warum ich mich vor dem heutigen Tag gefürchtet habe

    Vor dem heutigen Tag hatte ich ehrlicherweise Angst. Wochenende! Ich dachte, mir wird ohne Smartphone den ganzen Tag über langweilig sein. Nach einem Morgenlauf habe ich mich einfach mal ins Freie gesetzt und geschaut, was rundherum passiert. Mal nur dazusitzen und nichts zu tun, ist etwas, was ich ewig nicht mehr gemacht habe. Mir ist außerdem aufgefallen, dass - egal wo man ist - nahezu jeder am Handy ist. Selbst kleine Kinder. Mit der Familie Zeit zu verbringen ohne pausenlos daran zu denken, ob es in der Klassengruppe auf WhatsApp wieder etwas Neues gibt oder man irgendwelche Nachrichten beantworten muss. Am Anfang des Experiments habe ich gezweifelt, ob es wirklich eine gute Idee ist, dass wir mitmachen. Aber jetzt bin ich froh. Ich habe so viel mehr Zeit für alles. Ich habe viereinhalb Stunden, die ich durchschnittlich am Handy wäre, für andere Dinge: Lernen, Sport, Treffen mit Freunden.

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    Tag 5: Wie alles begonnen hat

    Warum macht meine Klasse bei dem Handy-Experiment mit? Ich habe mich heute daran erinnert, wie alles angefangen hat. Wir haben im Deutsch-Unterricht die Fernseh-Dokumentation im ORF angeschaut. Schon während sie gelaufen ist, ist meinen Mitschülern und mir immer mehr klar geworden, wie abhängig wir vom Smartphone sind. Anfangs waren die meisten dagegen, am Experiment teilzunehmen. Aber als die Dokumentation zu Ende war, hat sich das geändert. Die Doku hat mich irgendwie ermutigt mitzumachen. Ich wollte einfach wissen, ob ich drei Wochen ohne Handy aushalte. Meine größte Sorge waren die Entzugserscheinungen. In der Doku hatten Schüler starke Kopfschmerzen und sie waren sehr gereizt. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, bin ich froh, dass wir die Doku geschaut haben und das Experiment machen. Ich hab' keine Entzugserscheinungen und sehe schon nach fünf Tagen: Ich brauche mein Smartphone nicht, um glücklich zu sein.

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    Tag 6: Ich blättere plötzlich in Zeitschriften

    Und schon verzichte ich fast eine Woche auf mein Smartphone! Mich überrascht ein wenig, wie leicht es mir fällt. Zum ersten Mal seit vielen Jahren habe ich außerhalb des Kunst-Unterrichts etwas gemalt. Und ich hab' eine Zeitschrift durchgeblättert - was ich eigentlich sehr selten mache. Soweit ich es mitbekomme, geht es meiner Klasse noch richtig gut mit dem Experiment. Keiner hat abgebrochen. Einer meiner Freunde hat gemeint, ihm sei sehr langweilig, seit er kein Handy mehr hat. Gestern ist etwas passiert, wo ich mein Smartphone dann doch gerne gehabt hätte: Ich wollte eine Runde laufen gehen und dabei Musik hören. Dann bin ich draufgekommen, dass das ohne Handy nicht geht. Das ist eine der Sachen, auf die ich mich freue, wenn ich mein Smartphone wieder habe.

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    Tag 7: Ich brauch’ mein Smartphone nicht!

    Gestern ist mir wieder bewusst geworden, dass ich mein Handy eigentlich nicht brauche. Ich hatte bis am Nachmittag um vier Schule, dann ging‘s direkt zum Tanzen, und in dieser Zeit hatte ich kein einziges mal das Bedürfnis, aufs Handy zu schauen. Erst am Abend, als ich etwas länger nichts zu tun hatte, dachte ich an mein Smartphone. Aber das war’s dann auch schon wieder. Ich hatte keine Sekunde Lust oder die Idee, mein Handy zu holen oder vielleicht sogar das Experiment abzubrechen.

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    Tag 8: Wir ziehen das durch!

    Heute vor eine Woche haben wir alle zusammen unser Handy abgedreht. Bis jetzt hab' ich noch von keinem in unserer Klasse gehört, der das Experiment abgebrochen hat. Viele von meinen Freunden - und auch ich selbst - haben beschlossen: Selbst wenn wir abbrechen wollten, werden wir es nicht tun. Wir sagen: Wir haben das angefangen, jetzt ziehen wir das durch und beenden es! Noch am gleichen Nachmittag ist mir bewusst geworden: Manchmal ist es doch nicht so leicht. Ich habe zum Beispiel vor dem Tennistraining auf meine Cousine gewartet. Ich hatte mein Klapphandy nicht mit, weil ich es sowieso nicht brauche. Aber das Warten hat sich angefühlt wie eine Ewigkeit. Ich habe probiert, Menschen zu beobachten oder auch Autos. Beides hat nichts geholfen. Gewartet habe ich wahrscheinlich höchstens zehn Minuten. Aber angefühlt hat es sich viel, viel länger. 

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    Tag 9: Wir reden viel mehr

    Es wird immer leichter, das Handy zu vergessen. Heute war ich zum Beispiel mit Freunden aus meiner Klasse am Sportplatz, und wir hatten zusammen alle richtig viel Spaß. Niemand hat sein Handy gebraucht. Wenn man Leute hat, mit denen man sich gut versteht, macht dies das Experiment um einiges leichter. Danach war ich noch Tanzen und auch da haben wir unser Handy nicht gebraucht. Wenn man sein Handy nicht hat, redet man einfach viel mehr mit den Menschen um sich. 

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    Tag 10: Die Tage vergehen schnell

    Ich hätte nie gedacht, dass zehn Tage ohne Smartphone so schnell vergehen. Aber wir haben schon die Hälfte der Zeit geschafft. Schon letztes Jahr war ich mit Freunden am Nachmittag oft draußen am Sportplatz. Jetzt, wo es wieder wärmer wird, gehen wir wieder zusammen hinaus. Ich finde, es ist viel einfacher, wenn die Mehrzahl von uns kein Handy hat. Es ist viel schöner, Zeit mit Freunden zu verbringen, wenn nicht alle am Handy hängen. Ich bin erst am Abend nach Hause gekommen und danach ist mir mein Handy überhaupt nicht abgegangen.

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    Tag 11: Ich habe mein Smartphone entdeckt

    Die Zeit vergeht ohne Smartphone echt schnell - auch wenn ich manchmal Kleinigkeiten nachschauen will und merke: Es geht nicht. Ich versuche tagsüber viel zu machen, damit mir nicht langweilig wird. Heute zum Beispiel war ich mit meinem Vater in der SCS und habe viel Musik gehört. Am Abend haben wir mit der Familie einen Film geschaut. An einer Stelle, die mir zu gruselig war, habe ich mein Handy entdeckt - mein Papa hat es auf ein Bücherregal gelegt. Ich bin täglich an meinem Smartphone vorbeigegangen ohne es zu bemerken. Zu wissen wo mein Handy ist, würde das Experiment schwieriger machen. Also haben es meine Eltern wo anders hingetan. 

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    Tag 12: Das erste Mal Querflöte - nach einem Jahr

    Hätte mir vor ein paar Wochen jemand gesagt, dass ich zwölf Tage ohne Handy einfach aushalte, ich hätte ihm nicht geglaubt. Aber es stimmt. Heute habe ich mich mit meiner besten Freundin getroffen, um ein Fußballmatch zu schauen. Die Zeit verging zu zweit viel schneller als alleine. Vor einem Jahr habe ich aufgehört Querflöte in der Musikschule zu spielen. Heute war der erste Tag, an dem ich das Instrument wieder in die Hand genommen habe. Ich war verwundert, wie gut die Griffe und generell das Spielen funktioniert haben. Ohne das Handyexperiment hätte ich wahrscheinlich nie zu meiner Querflöte gegriffen und einfach losgespielt. Außerdem war ich mit meiner Mutter spazieren, und dann noch Abendessen mit meiner Familie. Ich habe den ganzen Tag Sachen gemacht, hatte aber trotzdem nie Stress, weil ich einfach keine Zeit am Handy verbracht und damit viel Zeit gewonnen habe.

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    Tag 13: Das Experiment ist bald zu Ende

    Heute war ich beim Osteopathen. Die Fahrt dorthin war relativ lang. Aber ich habe mit meiner Mama zusammen Musik gehört - und die Zeit ist schnell vergangen. Ich finde, unsere Klasse meistert das Experiment richtig gut. Wir vertreiben uns draußen meistens zusammen die Zeit. Es ist so gut wie immer jemand im Freien, den man kennt. Ich denke aber auch, dass es für meine Klasse einfacher ist durchzuhalten, weil wir eine richtig gute Klassengemeinschaft haben. Wir verstehen uns, helfen einander. Noch knapp eine Woche. Dann ist das Experiment zu Ende.

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    Tag 14: Zwei Wochen geschafft!

    Zwei Wochen ohne Handy. Zwei Wochen! Ich hätte nie gedacht, dass die Zeit so schnell vergeht. Irgendwie bin ich mir nicht sicher, ob ich es gut oder schlecht finde, dass das Experiment bald vorbei ist. Einerseits will ich mein Smartphone gerne wieder haben; aber andererseits habe ich auch Angst, dass meine Bildschirmzeit nach dem Experiment wieder so ist wie davor. Was, wenn das Experiment sich nicht langzeitig auf meine Bildschirmzeit auswirkt? Heute habe ich wie eigentlich immer Sport gemacht um mir meine Zeit zu vertreiben. Ich finde Sport ist einfach die beste Art dafür.

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    Tag 15:

    Ich schreibe seit 15 Tagen ein online-Tagebuch und zusätzlich noch eines aus Papier, das meine Deutschlehrerin an unsere Klasse verteilt hat. In diesem Papier-Tagebuch erklären wir, wie wir uns im Zuge des Experiments fühlen. Wir ringeln Smileys ein, die unsere Stimmung zeigen. Und wir beantworten Fragen wie „Was habe ich heute gemacht, anstatt am Handy zu sein?“ oder „Was war schwierig und hat mir gefehlt?“ Mich langweilen diese Fragen schon ein wenig, weil ich keine Ahnung habe, was ich noch schreiben soll - die Tage gleichen einander, sie sind sehr ähnlich. Aber jetzt, da mir klar wird, dass das Experiment bald hinter uns liegt, wird es schwieriger. Schwieriger insofern, als ich mich frage: Wir wird es wohl sein, wenn ich mein Handy wieder habe? Manchmal wünsche ich es mir schon zurück. Es ist nicht so, dass ich es ohne Handy nicht aushalten würde, aber: Wenn man die anderen Menschen mit ihren Telefonen sieht,  möchte man seines auch wieder. Abbrechen ist aber noch immer kein Thema. Ich habe nie überlegt, meine Eltern danach zu fragen, ob sie mir das Handy nicht vielleicht doch wieder geben könnten.

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    Tag 16: Ich freu mich wieder auf mein Smartphone

    Ich muss ehrlich sagen: Langsam freu' ich mich immer mehr, mein Handy bald wieder zu haben. Es macht zwar Spaß mit seine Freunden draußen am Sportplatz zu sein. Und auch das Tanzen, das ich jede Woche habe, ist toll. Aber trotzdem will man sein Handy zurück, wenn alle um einen herum auch eines verwenden. Am Anfang des Experiments fiel es mir, das muss ich ehrlich zugeben, nicht besonders schwer - ich wusste ja, ich bekomme es in drei Wochen zurück.  Aber jetzt, da ich weiß, dass die Zeit bald vorbei ist, kommt Vorfreude auf - und die macht mir den Verzicht wieder schwerer.

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    Tag 17: Das war mein Lieblingstag im Experiment

    Heute war einer meiner Lieblingstage innerhalb des Experiments! Der Schultag war sehr entspannt, und deswegen war ich gut gelaunt. Am Abend war ich dann mit meinen Freundinnen zusammen Essen und wir hatten richtig viel Spaß und haben Fotos mit einer Digitalkamera und Videos mit einer GoPro gemacht. Wir haben so viel gelacht, dass wir Bauchschmerzen hatten. Danach habe ich noch bei meiner Besten Freundin geschlafen und auch zu zweit hatten wir richtig viel Spaß. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass wir keine Handys hatten oder dass wir einfach nur müde waren. Aber wir sind für unsere Verhältnisse richtig früh schlafen gegangen. Mir ist wieder bewusst geworden, dass das Experiment mit Freunden viel einfacher ist. Und wenn alle kein Handy haben kann man genauso viel Spaß haben - wenn nicht sogar mehr.

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    Tag 18: Die Angst vor der Bildschirmzeit

    Mein Tag hat relativ früh für meine Verhältnisse begonnen: Ich bin aufgewacht und konnte irgendwie nicht mehr schlafen, und wenn ich mein Handy gehabt hätte, wäre ich wahrscheinlich - bevor ich aufgestanden wäre - erst einmal am Handy gewesen. Dann hatte ich von 13 Uhr bis 20 Uhr für die Firmung Workshops, am Abend waren wir in einer Jugendmesse. Was mir an der Messe gut gefallen hat war, dass auch mit Licht gearbeitet wurde. Und die Lieder waren moderner als sonst. Meine Freunde und ich haben heute darüber geredet, dass wir Angst haben, dass unsere Bildschirmzeit nur für kurze Zeit niedriger ist und dann wieder - so wie früher oder noch schlimmer - gleich nach oben schießt. 

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    Tag 19: Langsam wird es echt schwer

    Nur noch zwei Tage, dann habe ich mein Handy wieder! Anfangs war es für mich einfach. Aber fünf Tage vor dem Ende des Experiments wurde es noch einmal schwierig. Was habe ich heute gemacht? Ich war am Vormittag in der Kirche, um die Fastensuppe auszuteilen. Und weil ich mit Freundinnen da war,  hat es eigentlich Spaß gemacht. Wir haben unsere Smartphones nicht gebraucht - und selbst wenn wir sie gehabt hätten, hätten wir sie nicht verwendet. Wie gesagt: Ich finde das Experiment langsam echt schwer. Um mir die Zeit zu vertreiben, war ich am Abend wieder am Laufband laufen. 

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    Tag 20: Der lustigste Tag - mit Albertina

    Heute war einer der lustigsten Tage, die ich während des Experiments erleben durfte. Wir haben einen Ausflug mit der Schule in die Albertina gemacht. Bevor wir dort eine Führung hatten, waren wir mit der ganzen Klasse essen. Wir hatten im Restaurant echt lustige Gespräche, und ich bin nicht sicher, ob wir die auch mit unseren Handys so gehabt hätten. Bei der Unterhaltung kamen wir oft auf das Thema „Smartphone“. Alle von uns haben gesagt, dass es ihnen mit der Zeit schon schwer fällt, und dass sie ihr Handy wieder wollen. Das ist auch genau das, was ich mir denke.

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    Tag 21: Ich will mein Handy zurück

    Ich kann es nicht glauben, dass ich morgen mein Handy wieder habe! Irgendwie freue ich mich richtig. Aber ich habe auch Angst, dass dieses Experiment nichts an meiner Bildschirmzeit ändert. Ich hab das schon geschrieben aber: Ich war noch nie so kurz davor, das Experiment abzubrechen. Es ist zwar nur noch dieser eine Tag, aber ich habe keine Lust mehr, und ich will einfach mein Handy zurück. Die drei Wochen sind bis auf die letzten Tage extrem schnell vergangen. Ich hatte glücklicherweise keine Nebenwirkungen, wie die Schüler in der Dokumentation vom ORF. Wenn ich mein Handy wieder habe, werde ich als erstes schauen, ob mich jemand vermisst hat :) - also ob mir jemand geschrieben hat.