Politik | Inland
03.08.2018

Logo der Polizei-Truppe "Puma" stammt von FP-naher Werbeagentur

Laut Werknutzungsbewilligung von Nachfolgerin der Kärntner "ideen.schmiede" erstellt.

Das Logo der neuen Polizei-Grenzschutzeinheit "Puma" wurde von einer FP-nahen Werbeagentur erstellt. Das berichtet der Standard unter Berufung auf eine den NEOS vorliegende "Werknutzungsbewilligung". Demnach stammt das Logo, ebenso wie jenes der neuen Pferdestaffel der Polizei, von der Signs Werbeagentur GmbH.

Unterzeichnet ist der Vertrag demnach vom Geschäftsführer der Agentur. Dieser war laut Bericht auch Chef der FPÖ-nahen Kärntner Werbeagentur "ideen.schmiede". Laut Firmencompass handelt es sich bei der Wiener Agentur Signs um eine Nachfolgerin dieser Kärntner Agentur.

Gegen die ideen.schmiede hatte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wegen des Verdachts illegaler Geldflüsse in Richtung Kärntner Freiheitliche ermittelt. Die Ermittlungen richteten sich außerdem gegen die Kärntner Freiheitlichen sowie gegen fünf Einzelpersonen. Sie sind seit Mai abgeschlossen, der Vorhabensbericht wird seither geprüft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Im Innenministerium bestätigt man gegenüber dem KURIER, dass die Agentur das Puma-Logo erstellt habe. Sie habe es aber kostenlos gestaltet und von sich aus dem Ministerium angeboten. Deshalb habe es dafür auch keine Ausschreibung gegeben. Im Innenministerium betont man, dass nur für die Puma-Einheit ein Logo erstellt wurde, nicht aber für die Pferdepolizei. Diese Einheit verfüge derzeit noch über kein Logo.