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Politik Inland
04/17/2020

Auch die Krankenhäuser werden wieder schrittweise geöffnet

Rückkehr zum Normalbetrieb im Spital: In "den nächsten Wochen" sollte es soweit sein, aber regional sehr unterschiedlich

von Michael Bachner

Über die "schrittweise Normalisierung im Gesundheitsbereich"  berichteten am Freitag Gesundheitsminister Rudolf Anschober und KAV-Direktor Michael Binder.

Konkret ging es dabei um die geplanten Lockerungsmaßnahmen in den Spitälern, aber auch bei Ärzten. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz im Bundeskanzleramt war auch der Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH, Herwig Ostermann, dabei, der die neuesten Daten und Prognosen rund um das Corona-Virus präsentierte.

Bei den bestätigten Neuinfektionen in Österreich gab es am Freitag ein Pus im 24-Stunden-Vergelich von lediglich 0,8 Prozent. Das entspricht rund 100 Neu-Erkrankten. "Das ist einmalig in Europa", so Anschober. 431 Todesfälle gibt es bisher, das seien natürlich 431 Fälle zuviel. Aber auch hier stehe Österreichs im internationalen Vergleich sehr gut da.

Planung startet erst

Die "gesicherte und kontrollierte Öffnung" des Landes bleibe dennoch die allerschwierigste Phase. Auch die Auswirkungen der Lockerungen an den Osterfeiertagen und jene der Geschäftsöffnungen werde man erst in den Daten in der kommenden Woche sehen.

Im Gesundheitsbereich gebe es weiterhin ausreichende Kapazitäten, zum Beispiel weil nicht unbedingt nötig Operationen verschoben wurden.

Jetzt könne man mit der regional differenzierten Planung beginnen, wie man die schrittweise  Öffnung und Lockerung im Spitalsbereich und bei den Arztpraxen umsetzen kann. Ziel sei es insgesamt, Nicht-Corona-Patienten wieder besser versorgen zu können. Orientieren werde man sich vor allem an den Daten der Neu-Erkrankten und den Personen auf Intensivstationen.

Der Prozess der schrittweisen Öffnung der Spitäler hin zu einem "mehr oder weniger geregelten Normalzustand" werde dennoch "zumindest einige Wochen benötigen", sagt Binder. Dieser Prozess werde auch regional sehr unterschiedlich verlaufen.

Restriktive Maßnahmen etwa in den Besucherbereichen der Spitäler müssten bleiben. Außerdem bleiben die allgemeinen Abstandsregeln gültig oder etwa der verpflichtende Mund-Nasen-Schutz in der Arztpraxis.

230 auf Intensivstationen

Derzeit werden rund 230 Patienten auf Intensivstationen versorgt, dieser Wert könnte sich bis Monatsende auf rund 150 reduzieren, sagte Ostermann, betonte hier aber eine größere Prognoseunsicherheit. Dreiviertel der Patienten, die auf einer Intensivstation aufgenommen wurden, liegen noch immer dort - der Erkrankungspeak ist ja erst zwei Wochen her. Daher sei die Prognose noch relativ unsicher, weil die Krankheitsverläufe nur schwer vorher gesagt werden könnten.

Die Zahl der insgesamt Hospitalisierten soll sich laut den Prognosen bis Ende April bei rund 500 Personen einpendeln.

 

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