Politik | Inland
26.06.2018

Liste Pilz: Interne Kritik an mangelnder Transparenz

"Mister Kontrolle lässt in den eigenen Reihen keine Kontrolle zu", sagt Sebastian Bohrn-Mena.

Bei der Liste Pilz brodelt es schon wieder oder noch immer. Sebastian Bohrn-Mena, Bereichssprecher für Tierschutz und Kinderrechte, kritisiert in der Presse die mangelnde Transparenz in der Partei. Es gebe keine Sitzungsprotokolle, keine Finanzprotokolle, keine Rechnungsprüfer.

Die Liste Pilz verfügt über rund 2,5 Millionen Euro - wie diese ausgegeben werden, sei nicht transparent. "Mister Kontrolle lässt in den eigenen Reihen keine Kontrolle zu, die Deals werden in den Hinterzimmern verhandelt. Ich will dabei nicht stumm zuschauen", sagt Bohrn-Mena zur Presse. Er sei auch verwundert, denn er habe Pilz vor einem Jahr kennengelernt, der für Transparenz geworben hat. Nun würden kritische Fragen zu den eigenen Parteifinanzen nicht zugelassen - und jene, die sie trotzdem stellen, gemieden und außen vor gelassen. Demokratie innerhalb einer Partei sehe für ihn anders aus.

Die Zeitung berichtet zudem, dass der Geschäftsführer der Liste, Fayad Mulla, parallel Obmann der Partei der "Wandel" sei. Die links orientierte Partei trat zuletzt im Jahr 2013 zur Nationalratswahl an.

 

  • Die KURIER-News vom 26. Juni: