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Politik Inland
01/14/2022

Kurz-Vertrauter soll die Medienpräsenz der ÖVP-Abgeordneten aufmöbeln

Nach dem Abgang aus dem Kanzleramt soll Ex-Kanzlersprecher Johannes Frischmann künftig VP-Mandatare unterstützen

Jahrelang waren sie stets an der Seite von Sebastian Kurz. Seit 6. Oktober 2021 – dem Tag der Hausdurchsuchung im Kanzleramt – müssen sie nun eigene Berufswege gehen. Der frühere Medienbeauftragte des Kanzlers und „Mister Message Control“, Gerald Fleischmann, ist seit 1. November Referent im ÖVP-Parlamentsklub. Dieser wird auch die neue berufliche Heimat des ehemaligen Kanzler-Sprechers Johannes Frischmann.

Im Hintergrund 

Doch welche Agenden die beiden Medienprofis im Klub künftigen managen werden, war bis jetzt ein Rätsel. Da hielt man sich bedeckt. Selbst die ÖVP-Abgeordneten sind noch ahnungslos.

Eines ist sicher, künftig werden beide im Hintergrund bleiben. Laut KURIER-Informationen ist geplant, dass der ehemalige Kurz-Vertraute Frischmann ein Konzept erarbeiten soll, um die Abgeordneten künftig in ihrer Parlamentsarbeit zu unterstützen, damit vor allem deren mediale Präsenz optimiert wird.

Potenzial von 71 Mandataren besser nützen

Hier existieren tatsächlich einige Defizite. Die ÖVP stellt mit 71 Abgeordneten die größte Fraktion im Nationalrat. Damit sind die Türkisen eine Macht im Hohen Haus, doch dieses Potenzial wird zu wenig genutzt.  Einen medialen Bekanntheitsgrad besitzen nur wenige Abgeordnete  wie ÖVP-Klubchef August Wöginger oder Andreas Hanger, der im Ibiza-U-Ausschuss zur lautstarken ÖVP-Verteidigung ausrückte.

 

Mediensprecherin Gaby Schwarz, bis vor Kurzem auch stellvertretende ÖVP-Generalsekretärin, war öfters in TV-Diskussionen zu Gast, ebenso wie Wirtschaftskammer-Generalsekretär Karlheinz Kopf. Als polternder Seilbahnen-Lobbyist fiel Franz Hörl auf.

Der Rest blieb unter der Wahrnehmungsgrenze. Kaum ein Abgeordneter schaffte es, sich als Bereichssprecher einen Namen zu machen. Das soll sich nun ändern.

Vergleicht man das mit den Neos, die mit 15 Mandataren den kleinsten Klub im Hohen Haus stellen, so treten hier neben Parteichefin Beate Meinl-Reisinger auch Stephanie Krisper, Helmut Brandstätter oder Gerald Loacker aktiver in den Medien auf und verstehen es, pinke Themen zu setzen.

 

 

Dieses Manko im türkisen Klub will der Ex-Medienprofi von Kurz künftig beheben. Frischmann bastelt gerade an einer Ideensammlung für Mediencoachings, wie die Abgeordneten die Inhalte der Regierungsarbeit wie etwa den Klimabonus oder die öko-soziale Steuerreform künftig besser vermarkten können.

Neue mediale Plattformen

Neben Zeitungen und TV-Stationen, die österreichweit erscheinen/senden, liegt ein Fokus auch auf den regionalen Medien, damit die Abgeordneten in ihren Heimatbezirken ÖVP-Themen setzen können.

Was Fleischmann im ÖVP-Klub macht, bleibt weiterhin noch ein „Geheimnis“.

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