Politik | Inland
30.05.2018

Kurz traf kosovarischen Präsidenten Thaci

"Österreich und der Kosovo sind in vielen Bereichen eng verbunden", so der Bundeskanzler.

Bundeskanzler Sebastin Kurz (ÖVP) ist am Dienstag mit dem kosovarischen Präsidenten Hashim Thaci zusammengetroffen. Kurz betonte im Anschluss an das Gespräch, dass Österreich die gesamte Region bei der EU-Annäherung unterstütze. "Österreich und der Kosovo sind in vielen Bereichen eng verbunden und wir haben den Kosovo von Anfang an unterstützt", erklärte Kurz am Dienstagabend auf Twitter.

Bei dem Gespräch ging es um die bilateralen Beziehungen, den Annäherungsprozess an die EU, den österreichischen EU-Ratsvorsitz, den Dialog zwischen Belgrad und Pristina und Migration über die Albanien-Route, wie das Bundeskanzleramt mitteilte.

"Der Kosovo schützt seine Grenzen gut"

Der Kosovo ist laut Thaci kein bedeutendes Transitland für Flüchtlinge. "Im Kosovo haben wir keinen großen Zustrom illegaler Migranten", betonte Thaci im ZiB-2-Interview am Dienstagabend. "Der Kosovo schützt und kontrolliert seine Grenzen gut." Das Land arbeite hier mit den Ländern der Region und der EU zusammen. "Wir sind kompromisslos im Kampf gegen Schmuggel von Menschen und Gütern", betonte Thaci, der sich außerdem für eine Visaliberalisierung für seine Landsleute aussprach. "Dass Bürger des Kosovo ebenso frei reisen können wie alle anderen Bürger auch, ist auch eine menschliche Frage. Isoliert man unsere Bürger weiter, macht sie das offen für andere Ideologien", warnte er.

Ein Treffen zwischen Thaci und Bundespräsident Alexander Van der Bellen fand aus terminlichen Gründen nicht statt - Van der Bellen reist nach Estland.