Politik | Inland
09.09.2018

Kurz rüstet für EU-Afrika-Gipfel zu Migration

Der Bundeskanzler sondiert in Sachen „Hilfe vor Ort“-Politik, aber auch zu Brexit.

Bundeskanzler Sebastian Kurz wird in den kommenden Tagen seine Amtskollegen in Spanien (12.9.), Frankreich (17.9.) und Deutschland (16.9.) treffen. Die Gespräche des EU-Ratsvorsitzenden Kurz mit Pedro Sánchez in Madrid, Emanuel Macron in Paris und Angela Merkel in Berlin dienen der Vorbereitung des EU-Gipfels in Salzburg, der am 19. und 20. September in Salzburg stattfinden wird. Themen werden einmal mehr die EU-Migrationspolitik, der Schutz der EU-Außengrenzen und eine effizientere Rückführung illegaler Migranten sein, gesprochen wird beim informellen Gipfel aber auch über den Brexit, den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Europas Brexit-Chefverhandler Michel Barnier wird in Salzburg über die nach wie vor offenen Fragen zum Austritt der Briten referieren.

Kurz will seine Sondierungsreise zu den drei Regierungschefs aber auch zur Diskussion wesentlicher Fragen für den Anfang Dezember in Wien stattfindenden EU-Afrika-Gipfel („Hilfe vor Ort-Gipfel“) nützen: „In Afrika werden voraussichtlich Mitte des Jahrhunderts zwei Milliarden Menschen leben, gegen Ende des Jahrhunderts sogar vier Milliarden. Es ist daher unbedingt notwendig, dass wir enger mit den afrikanischen Staaten zusammenarbeiten“, wird Kurz dazu aus dem Kanzleramt zitiert. „Das betrifft nicht nur die klassische Hilfe vor Ort, sondern muss weit darüber hinaus gehen. Wir müssen eine zeitgemäße, faire und nachhaltige EU-Strategie für Afrika entwickeln und dort vor allem die wirtschaftliche Entwicklung unterstützen, um Arbeitsplätze und Perspektiven zu schaffen. Wir werden eine Afrika-Strategie voll unterstützen. Darum wird es beim Hilfe vor Ort Gipfel in Wien gehen. Denn Afrika ist ein Kontinent mit viel Potenzial.“