Kurz: Ausbildung schneller anerkennen

Sebastian Kurz bei einer Rede vor einem neutralen Hintergrund.
Zuwanderer: Ein neues Gesetz soll rasch und transparent Qualifikationen, die im Ausland erworben wurden, anerkennen.

Ein Kunstprofessor, der Taxi fährt, oder eine Ärztin, die als Putzfrau arbeitet: Laut einer Studie der Donauuniversität Krems arbeitet rund ein Drittel der Migranten in Österreich unter ihrem Ausbildungsniveau. Künftig sollen solche Fälle seltener werden. Außen- und Integrationsminister Sebastian Kurz will die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen erleichtern.

Konkret soll ein Anerkennungsgesetz nach deutschem Vorbild geschaffen werden. Das würde ermöglichen, dass Ausbildungen im Ausland "rasch und transparent anerkannt werden können, wenn sie österreichischen Kriterien entsprechen", so Kurz im Ö1-Morgenjournal.

Das bedeutet konkret: Egal ob Schulabschluss, Lehre oder Studium - für die Anerkennung aller Ausbildungen aus dem Ausland gebe es eine einheitliche gesetzliche Regelung. Startschuss für Gespräche ist der 12. Februar, da gibt es ein Treffen, bei dem alle zuständigen Stellen vertreten sind. Ganz rasch dürfte die neue Regelung aber nicht kommen: "Das ist nichts, was von heute auf morgen geht. Die Deutschen haben drei Jahre dafür gebraucht", betonte Kurz. Er würde sich aber wünschen, "dass wir es jedenfalls in dieser Legislaturperiode zusammenbringen".

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