Außenminister Kurz wurde von deutscher Zeitung interviewt.

© APA/GEORG HOCHMUTH

Beigeschmack
03/06/2017

Kurz kifft nicht & Hofers Pizza-Posting

Wie sich das Netz über Hofers privates Posting amüsiert und warum sich Außenminister Kurz zu seinem Privatleben lieber bedeckt hält.

So ähnlich Outfit (dunkler Anzug, hellblaues Hemd), Partei (CDU, ÖVP), Alter (36 und 30) und Image ("Kanzlerhoffnungen") – so unterschiedlich sind die Jungpolitiker Jens Spahn, CDU-Staatssekretär, und ÖVP-Außenminister Sebastian Kurz. Zumindest, wenn es um Persönliches geht. Erstmals gaben sich die beiden ein Stelldichein und stellten sich den Fragen der Bild am Sonntag. Während Spahn offen zu seiner Homosexualität steht und "gerne Kinder adoptieren würde", gibt sich Kurz zugeknöpft. ("Ich glaube nicht, dass es für meine politische Arbeit nötig ist, mein Privatleben zu inszenieren."). Ob sie zu Schulzeiten "eigentlich mal gekifft haben", antwortet Spahn eindeutig zweideutig: "Ich bin an der niederländischen Grenze groß geworden..." (In Holland ist Haschisch in "Coffeeshops" legal erhältlich). Kurz hingegen lässt keinen Interpretationsspielraum – dafür im Nachsatz etwas Humor zu: "Ich nicht. Wir sind aber auch nicht so nah an den Niederlanden" (lacht).

#pizzagate

Lachen wie Appetit vergangen sein dürfte seit Sonntag dem Dritten Nationalratspräsidenten Norbert Hofer, weil er seine Facebook-Community an seinem Familienleben teilhaben ließ. Nichts Ungewöhnliches, wären die Zeilen "Heute Mittag hat sich Anni eine Pizza gewünscht. Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag!" nicht mit einem Foto versehen gewesen. Nicht der Belag (Salami) oder die Anwesenden (Hofer, Frau Verena und Tochter Anni) stießen Usern sauer auf, sondern der Bildhintergrund. Blühende Bäume – Indiz dafür, dass der FPÖ-Mann ein altes Foto postete – brachten Spott und die Fantasie der Kritiker zum Erblühen. #pizzagate mit Fake-Verdacht wurde zur Meldung bei in- und ausländischen Medien (Hamburger Morgenpost, politico.eu). Dass Hofer seine Tochter als Werbetestimonial benützt, sorgte schon im Hofburg-Wahlkampf für Debatten.

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