Politik | Inland
15.09.2018

Kürzungen für Kriseneltern: Bogner-Strauß verspricht Hilfe

Nach einem Gerichtsentscheid wurde jenen Ersatzeltern, die in Krisenfällen einspringen, das Kindergeld gestrichen.

So genannten Krisenpflegeeltern wird seit einiger Zeit kein Kinderbetreuungsgeld mehr gewährt. Basis dafür ist ein entsprechender Gerichtsentscheid. auf im Sommer ein Erlass durch das Familienministerium gefolgt sei. Nachdem nun in den Bezirksblättern und im Standard über die Angelegenheit berichtet wurde, verspricht das Familienministerium Abhilfe.

Diese Eltern kommen in jenen Fällen zum Einsatz, wo noch nicht klar ist, ob die Kinder zu Vater, Mutter oder Pflegeeltern kommen. Sie erhalten eine Entschädigung des Landes und bisher Kindergeld. Das hat sich nun durch einen Erlass des Familienressorts geändert, das sich auf einschlägige Gerichtsurteile berief. In Wien gibt es derzeit 41 Krisenpflegefamilien.

Ressortchefin Juliane Bogner-Strauß sicherte am Samstag allerdings zu, sich der Sache anzunehmen. In einer schriftlichen Stellungnahme erklärte die Ministerin, OGH-Entscheide seien zu akzeptieren. Jedoch seien hier die Folgen daraus weder menschlich noch politisch vertretbar. Daher werde seitens des Ressorts an einer "alternativen Lösung" im Interesse der Krisenpflegeeltern gearbeitet.