Politik | Inland
19.07.2018

"Keine Kuscheltiere": Hartinger verbietet private Braunbärenhaltung

Zuständige FPÖ-Ministerin sicherte Tierschützern von "Vier Pfoten" Gesetzesänderung zu. Aktuell sind aber keine Fälle bekannt.

Die private Haltung von Braunbären in Österreich soll verboten werden. Die zuständige FPÖ-Ministerin Beate Hartinger-Klein hat der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" die entsprechende Gesetzesänderung bei einem Treffen zugesagt, hieß es in einer Aussendung der NGO am Donnerstag. Derzeit kann in Österreich jede Privatperson unter gewissen Auflagen einen Braunbären zulegen.

Nur in Kärnten und Wien bereits verboten

Laut "Vier Pfoten" gilt etwa auch in Ländern wie dem Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Kroatien und Polen ein gesetzliches Verbot der Braunbärenhaltung. In Österreich ist die Haltung von gefährlichen Wildtieren, auch von Großbären, durch Private nach der 2. Tierhaltungsverordnung zwar generell verboten - die Braunbären sind jedoch laut der NGO absurderweise eine Ausnahme. Eindeutig in den jeweiligen Landessicherheitsgesetzen verboten ist die Privathaltung von Braunbären laut "Vier Pfoten" lediglich in Kärnten und Wien.

Keine Fälle bekannt

Aktuell sind "Vier Pfoten" keine Fälle von privaten Braunbär-Haltungen in Österreich bekannt, doch in der Vergangenheit wurden auch hierzulande Bären aus ungeeigneten Haltungsbedingungen gerettet.

"Keine Kuscheltiere"

Braunbären sind keine Kuscheltiere, sondern eine höchst anspruchsvolle und auch potenziell gefährliche Art, so die NGO. "Es sind Wildtiere, daher sollten sie ausschließlich von lizenzierten, zoologischen Einrichtungen gehalten werden dürfen. Natürlich nur unter der Voraussetzung, dass eine artgemäße Haltung gewährleistet ist", sagte Kampagnenleiterin Martina Pluda.

Zur Website von "Vier Pfoten"