Politik | Inland
14.05.2018

Kasernen als "Sicherheitsinseln": Regierung legt Standorte fest

Kasernen sollen autarker werden. "Rekrutenschule" soll als Pilotversuch 2019 starten.

Die Bundesregierung konkretisiert im Bereich der Landesverteidigung zwei Vorhaben aus ihrer Koalitionsvereinbarung: Mit Ministerratsbeschluss am Mittwoch werden zwölf Standorte künftiger "Sicherheitsinseln" festgelegt, mit denen im Krisen- und Katastrophenfall eine regionale Durchhaltefähigkeit gewährleistet werden soll. Außerdem soll mit dem zweiten Quartal 2019 die " Rekrutenschule" starten.

Als "Sicherheitsinseln" sind bestehende Kasernenstandorte vorgesehen, wobei man - wie es im Ministerratsvortrag von Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) heißt - besonderes Augenmerk auf die Ausgewogenheit bei der regionalen Verteilung gelegt hat.

Standorte

Die genannten Standorte sind die Benedek-Kaserne in Bruckneudorf ( Burgenland), die Walgau-Kaserne in Bludesch (Vorarlberg), die Standschützen-Kaserne in Innsbruck, die Khevenhüller-Kaserne in Klagenfurt, die Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg, der Fliegerhorst Vogler in Hörsching (Oberösterreich), die Landwehr-Kaserne in St. Michael (Steiermark), die Gablenz-Kaserne in Graz, die Vega-Payer-Weyprecht-Kaserne sowie die Van Swieten-Kaserne in Wien sowie in Niederösterreich die Burstyn-Kaserne in Zwölfaxing und der Fliegerhorst Brumowsky in Langenlebarn.

Autark

Als erstes will man nun die Autarkie hinsichtlich des militärischen Eigenbedarfs verwirklichen, dann soll der Ausbau der Standorte zu "Sicherheitsinseln" erfolgen. Es geht dabei etwa um Energie- und Wasserversorgung sowie Lagerkapazitäten, aber auch die Bevorratung mit relevanten Versorgungsgütern. Bezahlt wird dies aus dem laufenden Budget des Verteidigungsministeriums.

Motivation der Rekruten steigern

Im zweiten Beschluss geht es um die Einführung einer "Rekrutenschule", um eine qualitätsvolle Grundausbildung sicherzustellen. Viel Stellenwert wird dabei "einem hohen Erlebniswert zwecks Steigerung der Motivation" eingeräumt. Im Rahmen der Ausbildung erworbene Fähigkeiten sollen für den zivilen Gebrauch angerechnet werden können. Der Start eines Pilotprojektes ist für das 2. Quartal 2019 geplant.