Politik | Inland
10.09.2018

Jobgipfel der Regierung - und weniger Sozialhilfe bei schlechtem Deutsch

Job-Gipfel: Offensive der Bundesregierung soll 100.000 Jugendlichen und Asylberechtigten helfen

Rund 350.000 Arbeitslose – inklusive jener, die in Schulungen sind – meldete das AMS für diesen August. Zu viele, heißt es aus dem Kanzleramt, das noch im September mit einem Jobgipfel gegensteuern will: „Der Job-Gipfel ist der Auftakt zur Job-Offensive der Regierung. Wir wollen die Arbeitslosigkeit deutlich senken und werden zusammen mit Sozialpartnern und Unternehmern Lösungen erarbeiten, damit mehr Menschen Arbeit finden“, wird Bundeskanzler Sebastian Kurz zitiert.

Federführend sollen die Ministerinnen Margarete Schramböck (ÖVP) und Beate Hartinger-Klein (FPÖ) neue Lösungen finden. „Unser erster Schwerpunkt wird auf jungen Arbeitslosen und arbeitslosen Asylberechtigten liegen“, so Kurz. Das Kanzleramt nennt als Ziel „in einem ersten Schritt 100.000 weniger Menschen ohne Job“. Lösungspakete für 32.000 arbeitslos Gemeldete unter 25 Jahren sollen nun erarbeitet werden, zudem will die Regierung 30.000 arbeitslos gemeldeten Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte in den Arbeitsmarkt bringen.

Wie das gelingen kann, bleibt offen. Die Details seien gerade in Ausarbeitung, heißt es auf KURIER-Nachfrage aus dem Büro von Bundeskanzler Kurz.

Es soll aber auch der Druck erhöht werden, am Arbeitsmarkt reüssieren zu können: Bei der im Raum stehenden Reform der Mindestsicherung soll jenen mit mangelnden Deutschkenntnissen – die also nicht ausreichend für den Arbeitsmarkt qualifiziert sind – die Mindestsicherung (derzeit 863 Euro in Wien) gekürzt werden. Aus dem Kanzleramt heißt es dazu, man erwarte sich dadurch einen höheren Anreiz, Deutsch ausreichend zu lernen, damit diese Menschen am Arbeitsmarkt schneller Fuß fassen können.