Vorlesung auf einer Universität

© dpa/Gero Breloer

Hochschule
09/08/2014

Kandidatenschwund mit positivem Nebeneffekt

Weil bei den Uni-Aufnahmetests weniger Kandidaten auftauchten, bekommt jeder Prüfling einen Platz.

Auch wenn es heuer für die zugangsbeschränkten Uni-Studien Architektur, Biologie, Pharmazie, Informatik und Wirtschaftswissenschaften ursprünglich teils deutlich mehr Anmeldungen als Studienplätze gegeben hat, können alle zur Prüfung gekommenen Interessenten ihr Wunschstudium beginnen. Durch Kandidatenschwund waren in allen Fächern weniger Personen zur Prüfung gekommen als Plätze vorhanden sind.

Tests trotzdem absolviert

Betroffen sind jene Fächer, in denen heuer zum zweiten Mal durch den Probedurchgang zur Studienplatzfinanzierung Platzbeschränkungen möglich sind. An der Uni Wien und der Uni Graz erschien in der Pharmazie nur gut die Hälfte der Angemeldeten auch wirklich zum Test, an der Uni Innsbruck blieb immerhin ein Drittel der Prüfung fern. In der Biologie kamen in Graz gar nur vier von zehn Prüflingen, in Wien waren es in Biologie sechs von zehn und in den ebenfalls zu diesem Studienfeld gehörigen Ernährungswissenschaften gerade einmal 50 Prozent. Die Tests mussten in der Regel trotzdem absolviert werden.

Schon in den Wirtschaftswissenschaften, wo die Tests schon Anfang Juli stattgefunden hatten, waren im Schnitt nur 40 Prozent der Angemeldeten zum Test gekommen. Folglich haben alle Anwesenden einen Studienplatz erhalten. An der Uni Innsbruck gab es außerdem in Architektur, Biologie und Informatik von vorneherein weniger Interessenten als Plätze, ebenso an der Technischen Uni (TU) Graz im Fach Architektur.

Kandidatenschwund in Psychologie

Teils massiven Kandidatenschwund gab es auch bei den schon länger durchgeführten Aufnahmetests in Psychologie und Publizistik bzw. Kommunikationswissenschaften. So kam an der Uni Wien von den Angemeldeten weniger als die Hälfte zum Test, an der Uni Graz ebenfalls. An der Uni Salzburg und der Uni Innsbruck erschienen jeweils rund drei Viertel der Angemeldeten. Allerdings: Aufgrund der hohen Zahl an Bewerbern waren wenigstens beim Test mehr Personen anwesend als Plätze zur Verfügung standen.

Auch in Publizistik und Kommunikationswissenschaften gab es einen Kandidatenschwund: An der Uni Wien trat mit 996 nicht einmal die Hälfte der Angemeldeten an. In Salzburg gab es gleich weniger Prüflinge als Studienplätze, damit können alle Angetretenen das Studium beginnen. In Klagenfurt hatten sich von vorneherein nur 123 Personen für die 180 Plätze beworben, wodurch nicht selektiert werden musste.

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