Heinisch-Hosek plädiert für Magermodel-Verbot
In Frankreich hat man erst kürzlich ein entsprechendes Gesetz beschlossen – Österreich könnte nun nachziehen: Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) plädiert für ein Verbot von Magermodels oder eine Kennzeichnungspflicht für bearbeitete Werbefotos. "Ein falsches Schönheitsideal aus der Modeindustrie kann krank machen", stellte die Ressortchefin fest.
BMI-Grenze
Heinisch-Hosek sprach sich bereits wiederholt gegen viel zu dünne Models und gefakte Werbefotos aus. Nachdem Frankreich jüngst beschlossen hat, unterernährte Mannequins von den Laufstegen zu verbannen (mehr dazu hier), will sie den Rückenwind für eine Regelung in Österreich nutzen; dort würden Agenturen bestraft, die zu dünne Models beschäftigen: "Die Schuld ist nicht beim Model, sondern bei denen, die sie anstellen, wenn sie ein gewisses Körpergewicht unterschreiten." Vorstellbar ist für sie etwa eine Verordnung in der Gewerbeordnung, die etwa Modelagenturen die Anstellung von Frauen und Männer unter einem bestimmten Body-Mass-Index (BMI) untersagt.
Erster Ansprechpartner hierzu sei Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP), so Heinisch-Hosek. Gespräche will sie aber mit mehreren Ressortchefs aufnehmen, etwa auch mit dem Justizminister. Für die Gewerbeordnung hat sie bereits einen fix fertigen Vorschlag und will mit diesem nun einen zweiten Anlauf unternehmen.
Punktesystem für Bildbearbung
Laut Angaben der Ressortchefin sind 80 bis 90 Prozent der Mädchen und Frauen unzufrieden mit ihrem Körper. Fast die Hälfte hält sich für übergewichtig - tatsächlich sind es jedoch nur sechs Prozent, gab Heinisch-Hosek zu bedenken.
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