© BMI/Gerd Pachauer

Politik Inland
07/22/2020

Heimreisende vom Balkan müssen 14 Tage in Quarantäne, auch bei Negativ-Test

Regierung legt bei Corona-Maßnahmen den Fokus auf Urlauber. Die Verschärfungen gelten ab Freitag.

Die Einreise nach Österreich aus Coronavirus-Risikogebieten soll künftig ohne Vorlage eines PCR-Tests gar nicht mehr möglich sein. Auch eine 14-tägige Heimquarantäne nach Einreise wird Pflicht, selbst bei negativem Test.

Das gab das Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage der APA bekannt, nachdem die Bundesregierung am Dienstag entsprechende Verschärfungen ab Freitag angekündigt hatte.

Als Risikogebiet gilt derzeit der Westbalkan. In Ländern wie Bosnien und Herzegowina, Serbien, Nordmazedonien, Montenegro, Kosovo und Albanien sind zuletzt die Infektionszahlen stark gestiegen. Nach Kroatien und Italien darf man hingegen weiterhin ungehindert fahren. Eine Verschärfung ist nicht geplant. 

Ausnahmen geplant

„Die Möglichkeit, anstelle eines PCR-Tests die 14-tägige Heimquarantäne anzutreten, besteht bei Einreisen aus Ländern mit Einreisebeschränkungen künftig nicht mehr“, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums an die APA am Mittwoch.

Österreichische Staatsbürger und Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich können allerdings „in begründeten Ausnahmefällen die Testung binnen 48 Stunden auf eigene Kosten in Österreich durchführen“. Alle anderen müssen an der Grenze einen Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist.

Auch bei einem negativen PCR-Test gilt allerdings: Alle Einreisenden aus Risikogebieten müssen verpflichtend eine 14-tägige Heimquarantäne antreten. Ein „Freitesten“ aus der Quarantäne - also eine vorzeitige „Befreiung“ aus der Quarantäne durch einen negativen PCR-Test - wird in Zukunft nur mehr für „Schlüsselpersonal“ möglich sein.

Deren Definition werde noch finalisiert, hieß es am Mittwoch auf APA-Anfrage aus dem Gesundheitsministerium. Die kommende Verordnung soll auch die Risikogebiete aufzählen, für die die Verschärfung gilt, und spätestens am Donnerstag veröffentlicht werden, teilte das Ministerium mit.

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