Politik | Inland
27.04.2018

Hausdurchsuchungen bei Österreichs Identitären

Auch bei Identitären-Sprecher Sellner fand eine Durchsuchung statt - Datenträger und Dokumente beschlagnahmt.

Bei der rechtsextremen Identitären Bewegung Österreich kam es am Donnerstag zu Hausdurchsuchungen. Dies bestätigte die Staatsanwaltschaft Graz dem Standard. Es habe Durchsuchungen in sechs Wohnungen und vier Geschäfts- und Vereinslokalen gegeben – in Graz, aber auch in anderen Orten.

Auch die Wohnungen der Identitären-Chefs Martin Sellner und Patrick Lenart seien durchsucht worden, wie beide auf Twitter beklagten. Die Identitären schreiben auf Facebook von beschlagnahmten Datenträgern und Dokumenten, "die für unsere politische Arbeit extrem wichtig sind". Die ungarische Bank der österreichischen Identitären habe nach den Razzien außerdem deren Spendenkonto gekündigt. Die Identitären-Sprecher fühlen sich politisch verfolgt.

Die Staatsanwaltschaft sieht das ganz anders: Ermittelt wird wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung und wegen Verhetzung, beides Straftatbestände.