Flüchtlinge an der Grenze zu Spielfeld.

© APA/ERWIN SCHERIAU

Flüchtlingskrise
03/04/2016

Grenzkontrollen würden Österreich 210 Millionen Euro kosten

Die Kontrollen kommen laut Studie immer noch günstiger als eine ungeregelte Massenzuwanderung.

Die Grenzkontrollen an den Brennpunkten der Balkan- und Italien-Route würden Österreich bis zu 210 Millionen Euro im Jahr kosten. Das ist das Ergebnis einer Studie des Münchner Ifo-Instituts. Laut Autoren sei dies allerdings immer noch deutlich weniger, als Österreich eine weiterhin ungeregelte Massenzuwanderung kosten würde.

Den einzelnen Österreicher würden die Grenzkontrollen neun bis maximal 24 Euro pro Jahr kosten. Auch wenn dies Auswirkungen auf die Wirtschaft hätte - die Importe würden bei durchgehenden Kontrollen an der Südgrenze um rund 600 Millionen Euro zurückgehen, die Exporte um ca. 300 Millionen Euro im Jahr – in der Gesamtrechnung wäre das aber immer noch der geringere Teil, erklärt Studienautor Gabriel Felbermayr im Ö1-Morgenjournal. Die errechneten Kosten für die Grenzkontrollen seien in etwa so hoch wie die jährlichen Kosten für die Vollversorgung von 10.000 Flüchtlingen.

"Die Kostenfrage muss auch umgekehrt gestellt werden. Wenn zu viele Flüchtlinge ungebremst und unkontrolliert ins Land strömen, würde das unsere Systeme weit mehr kosten als die Grenzkontrollen“, erklärte dazu ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner in einer schriftlichen Stellungnahme. Es werde natürlich versucht, auf die Wirtschaft Rücksicht zu nehmen, heißt es. Das Grenzmanagement bezeichnet Mitterlehner aber als "absolut notwending".

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