Politik | Inland
23.06.2018

Für Kern wäre Volksbegehren gegen 12-Stunden-Tag "eine Variante"

Für Gespräche stehe er immer zur Verfügung. Flexibles Arbeiten müsse aber arbeitnehmerfreundlich sein.

SPÖ-Chef Christian Kern hat am Freitagabend bei oe24.TV bzw. in der Samstagsausgabe von "Österreich" ein Volksbegehren gegen den 12-Stunden-Tag nach den Plänen der Regierung nicht ausgeschlossen. "Wenn alles was wir tun nicht wirkt, ist auch das eine Variante", sagte Kern. Jetzt solle man aber erst die verschiedenen Aktionen abwarten, die ÖGB-Demonstration am 30. Juni und die SPÖ-Online-Petition.

Auch für Gespräche stehe er immer zur Verfügung. Flexibles Arbeiten müsse aber arbeitnehmerfreundlich sein. Laut dem derzeitigen Gesetzesentwurf zum 12-Stunden-Tag würde es jedoch eine "glasklare Verschlechterung" für die Arbeitnehmer geben, weil eine ganze Ebene, die Betriebsräte, wegfallen würden. "Wenn der Einzelne dem Unternehmer gegenübertritt, ist er immer in der schwächeren Position".

Er selbst werde am kommenden Samstag auch an der Großdemonstration in Wien teilnehmen, kündigte Kern an. Es sei aber eine Demonstration der Gewerkschaft.