Das genaue Ausmaß der Schäden durch den Hitzesommer ist noch nicht abschätzbar.

© APA/HERBERT PFARRHOFER

Hitzesommer
08/25/2015

Fünf Millionen Euro für Dürreschäden

Ausmaß der Schäden noch nicht abschätzbar - Ministerium unterstützt Pilotprojekt für Versicherung gegen Dürre.

Das Finanzministerium wird fünf Millionen Euro aus dem Katastrophenfonds für Dürreschäden zur Verfügung stellen. Das teilte Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) heute, Dienstag, in einer Aussendung mit. Der Ministerrat muss die Entscheidung noch nächste Woche absegnen.

Eine Schätzung über das Ausmaß der Schäden abzugeben, wäre aktuell unseriös, da sich einige Kulturen noch erholen würden und die Ernte noch ausstehe, hieß es aus dem Ministerium auf Anfrage der APA. Bereits Ende Juli bezifferte die Österreichische Hagelversicherung den Schaden mit rund 100 Millionen Euro. Betroffen sind nach den Informationen des Landwirtschaftsministeriums Acker-und Futterflächen vor allem in Ost- und Südostösterreich.

Bis zu zehn Millionen Euro Hilfe

Wie die Finanzhilfe an die betroffenen Bauern verteilt wird, muss noch geklärt werden. "Wir werden sofort Gespräche mit den Bundesländern und der Landwirtschaftskammer Österreich aufnehmen, um zu klären, wie die Mittel rasch und effizient eingesetzt werden können", wird Rupprechter in der Aussendung zitiert. Falls die Bundesländer die Summe aus dem Katastrophenfonds verdoppeln, könnten bis zu 10 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Bereits in der Vorwoche wurden Maßnahmen getroffen, einer durch die Trockenheit drohenden Futtermittelknappheit vorzubeugen. Grünbracheflächen dürfen entgegen der ursprünglichen Widmung als Futterflächen genützt werden.

Als Reaktion auf häufiger auftretende Wetterextreme unterstützt das Landwirtschaftsministerium künftig ein bis 2018 laufendes Pilotprojekt für eine Versicherung gegen Dürreschäden. Den Landwirten soll mit Zuschüssen aus dem Katastrophenfonds zur Versicherungsprämie der Einstieg erleichtert werden. "Dadurch geben wir den Bäuerinnen und Bauern die Möglichkeit, eigenständig Risikovorsorge zu betreiben", so Rupprechter. Zur Fördersumme wollte sich aus dem Ministerium vorerst niemand äußern.

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