Faymann bekräftigt seine Kritik an Schäubles Vorschlag eines Grexit auf Zeit.

© APA/EPA/STEPHANIE LECOCQ

EU-Verhandlungen
07/15/2015

Faymann bekräftigt Kritik an Schäubles Griechen-Kurs

Bundeskanzler über Rolle Deutschlands in der Griechenkrise: "Nicht positiv." Humanitäre Folgekosten von Grexit 50 Milliarden Euro.

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat dem Umgang des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble mit Griechenland kritisiert. "Finanzminister Schäuble hat mit diesem sogenannten harten Kurs bewirkt, dass manche den Eindruck hatten, vielleicht nützt es uns, wenn Griechenland aus der Währungszone herausfällt, vielleicht zahlen wir dann weniger", sagte Faymann dem Standard am Mittwoch.

"Keine positive Rolle"

Der Bundeskanzler nannte die Haltung des deutschen Christdemokraten "ganz verkehrt". " Deutschland hat hier eine führende Rolle übernommen in Europa - und in dem Fall keine positive." Geschadet habe die Haltung Berlins auch den Beziehungen mit Paris. "Besonders das zuletzt gute deutsch-französische Verhältnis ist auf die Probe gestellt worden, das hat man gemerkt", sagte Faymann der Zeitung.

Der SPÖ-Chef sprach sich vehement gegen einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone aus. "Es ist moralisch nicht richtig, das wäre der Beginn eines Zerfalls." Schäuble berechne auch nicht die Kosten für die humanitäre Hilfe ein, die im Falle eines Grexit zu leisten sei, sagte Faymann. "Finanzminister Hans Jörg Schelling hat diese mit 50 Milliarden beziffert."

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