Politik | Inland
21.08.2018

EU-Vorsitz: Auftakt in Schladming und Werbung kosteten 2,7 Mio. Euro

NEOS stellten Anfrage an Kanzleramtsminister Blümel und kritisieren Ausgaben.

Die Staffelübergabe des EU-Ratsvorsitzes Ende Juni auf der Planai in Schladming sowie das Marketing dafür haben rund 2,7 Millionen Euro gekostet. Das geht aus der Beantwortung einer NEOS-Anfrage durch Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) hervor, über die am Dienstag auch die "Kleine Zeitung" online berichtet hat. Auf Eventagenturen entfielen dabei laut NEOS rund 1,4 Mio. Euro.

Mit der Planung und Durchführung des Events, bei dem unter anderem zum "Gipfelpicknick" geladen wurde, wurde laut Anfragebeantwortung eine Agenturgemeinschaft beauftragt. Dieser gehörte ursprünglich auch Gregor Schütze, früher Sprecher von Finanzministerin Maria Fekter ( ÖVP) und nun von der ÖVP entsandter Stiftungsrat im ORF, an. Er schied später aus der Bietergemeinschaft aus, heißt es darin weiter.

Die Bewertung der Angebote erfolgte nach dem Bestbieterprinzip, wobei die Gesamtkosten mit 30 Prozent und die Kreativität der Konzepte mit 70 Prozent gewichtet wurden. Die Gesamtkosten der Veranstaltung sowie Bewerbung dafür beliefen sich laut Berechnung der NEOS auf rund 2,7 Mio. Euro.

NEOS-Europasprecherin Claudia Gamon erklärte dazu in einem Statement gegenüber der APA: "Von der Ankündigung der Regierung zu sparen, merkt man wenig. Das Auftakt-Event war im Vergleich zu anderen Ländern ungewöhnlich groß, das ist keine schöne Optik." Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) missbrauche die EU-Ratspräsidentschaft für seine Marketing-Show, kritisierte Gamon.