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Politik Inland
09/02/2020

Erstmals mehr als 15.000 Tests an einem Tag in Österreich durchgeführt

Mehr als fünf Monate nach der Ankündigung des Bundeskanzlers wurden vom Gesundheitsministerium 17.441 Tests in 24 Stunden gemeldet.

von Peter Temel

„Testen, testen, testen.“ Es war der 24. März dieses Jahres, an dem Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) diese Parole ausgab. Und er sagte außerdem: "Es wird gelingen, die Kapazitäten auf rund 15.000 pro Tag auszubauen, und auch durchzuführen, sofern wir die notwendigen Ressourcen erhalten.“

Die Bundesregierung musste sich lange Zeit den Vorwurf gefallen lassen, diese ambtionierte Zielvorstellung nicht erreicht zu haben. Nun, mehr als fünf Monate später, ist es aber so weit: Von gestern auf heute wurden laut Angaben des Gesundheitsministeriums 17.441 neue Testungen durchgeführt. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) nannte dies heute in der Pressekonferenz nach dem Ministerrat eine „für Österreich einzigartige“ Zahl. Geht man aber nach den Worten des Bundeskanzlers aus dem März, sollte diese Zahl zur Normalität werden.

Ausreißer

Zwei Mal gab es bisher statistische Ausreißer: Am 2. April wurden 36.327 Testungen registriert, und am 20. Juli 49.767. Hierbei wurden aber jeweils bereits zurückliegende Tests nachgemeldet.

Der 15.000-Marke kam man aber schon einmal tatsächlich recht nahe, und zwar am 28. August mit 14.701 Testungen.

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Mehr Tests, höher Zahlen

„Wir testen so viel wie nie zuvor“, sagte Anschober heute. Das sei auch einer von drei Gründen - neben regionalen Clustern und Reiserückkehrern -, warum die offiziellen Infektionszahlen derzeit auf einem höheren Niveau liegen.

Im März betonte Kurz auch die Wichtigkeit von Schnelltests. Es gehe darum, möglichst schnell die Kapazitäten zu haben, um Hunderttausende Menschen zu testen. Auch wenn diese Tests nicht dieselbe Qualität hätten wie die üblichen PCR-Tests.

Erste Schnelltests

Heute gab der schweizerische Pharmakonzern Roche bekannt, noch im laufenden Monat einen Corona-Antigen-Schnelltest auf den Markt bringen zu können. Bei diesem stehe das Testergebnis in der Regel innerhalb von 15 Minuten fest, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit.

Der Test kann der Mitteilung zufolge ohne Laborinfrastruktur mit einem Nasen-Rachen-Abstrich durchgeführt werden und habe eine hohe Zuverlässigkeit. Bei der Markteinführung - zunächst in Europa - sollen laut Roche monatlich 40 Millionen Schnelltests zur Verfügung stehen. 

Der Gesundheitsminister nannte dies grundsätzlich „eine gute Nachricht“. Zunächst müsse aber die Funktionsfähigkeit untersucht werden. 

Kurz wiederum pochte wieder darauf, dass die Behörden in der Logistik schneller werden müssten, damit sich der Zeitraum zwischen Test und Ergebnis verkürze.

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