Politik | Inland
02.07.2018

Busen-Tattoo auf FPÖ-Plakat löst Wirbel in Linz aus

Bürgermeister Luger geht auf Distanz: Reine FPÖ-Kampagne. Grüne sehen "offenen Sexismus".

Ein Plakat der FPÖ Linz sorgt für Wirbel in der oberösterreichischen Landeshauptstadt: Das Sujet zeigt eine Frau im Bikini, deren Gesicht nicht zu sehen ist und auf deren Brust der Schriftzug "Stolz auf Linz" tätowiert ist. Zu sehen ist das Stadtwappen, aber kein Hinweis auf die Partei. Die Grünen sehen "offenen Sexismus", Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) distanzierte sich am Montag im Namen der Stadt Linz vom Bild.

"Es steht grundsätzlich jeder Fraktion frei, das Wappen zu verwenden. Im konkreten Fall distanziert sich die Stadt von den aktuellen Plakaten und den Motiven darauf", so Luger in einer Aussendung zu dem Plakat, über das am Montag bereits das ÖVP-nahe Neue Volksblatt berichtet hatte. Luger betonte, dass "die Sujets in keinem Zusammenhang mit der Landeshauptstadt oder einer ihrer Einrichtungen stehen. Vielmehr handelt es sich dabei um die Kampagne der Freiheitlichen Partei."

Grüne: Sicher nicht im Sinne der Stadt

"Plakat-Sujets, die mit offenem Sexismus arbeiten, können nicht im Sinne der Stadt sein", kritisierte die Klubobfrau der Linzer Grünen, Ursula Roschger. Sie will zudem eine Diskussion darüber eröffnen, in welchem Rahmen das offizielle Stadtwappen verwendet werden dürfe. Im vorliegenden Fall sei das wohn kaum angemessen.

Auch mit dem Sujet eines nackten Mannes, der "stolz auf Linz" ist, wollen die Freiheitlichen in Linz zu Lokalpatriotismus animieren.