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Politik Inland
12/30/2021

Budget in Pandemiezeiten: Staatsschulden gestiegen, Wirtschaft erholt sich

Statistik Austria präsentiert neue Zahlen: Anstieg bei Schulden im Vergleich zum Vorjahr, aber Rückgang im Vergleich zum zweiten Quartal 2021

Die Corona-Krise hat die Staatsschulden im dritten Quartal erneut ansteigen lassen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Schuldenstand in absoluten Zahlen um 32,5 Mrd. Euro und die Schuldenquote stieg um 5,6 Prozentpunkte. Das teilte die Statistik Austria am Donnerstag mit. Ende September 2021 lag der öffentliche Schuldenstand bei 333,2 Mrd. Euro oder 84,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Damit lag die Staatsverschuldung im dritten Quartal um 1,5 Mrd. Euro niedriger als am Ende des zweiten Quartals 2021. Die Schuldenquote, also die öffentlichen Schulden im Verhältnis zum BIP, fiel in diesem Zeitraum um 2,1 Prozentpunkte. Im Vergleich zum dritten Quartal 2020 erhöhte sich der Schuldenstand allerdings in absoluten Zahlen um 32,5 Mrd. Euro, die Schuldenquote stieg um 5,6 Prozentpunkte.

Deutlich über Vor-Krisen-Niveau

"Die wirtschaftliche Erholung im dritten Quartal hat auch auf den Staatshaushalt gewirkt", erklärte Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. "Im Vergleich zum Vorquartal ist die Schuldenquote um 2,1 Punkte auf 84,1 Prozent zurückgegangen. Trotz dieses Rückgangs liegt die Quote mit 13,5 Punkten deutlich über dem vierten Quartal des Jahres 2019 vor der Corona-Krise und damit weit vom Maastricht-Ziel entfernt."

Der Rückgang der Schulden im dritten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorquartal ist besonders auf die Kerneinheit Bund zurückzuführen, erläuterte die Statistik Austria. Der Schuldenabbau im dritten Quartal erklärt sich demnach unter anderem auch durch vermehrte Tilgungen offener Steuerschulden. Darüber hinaus konnte die Statistik Austria beobachten, dass die Rechtsträgerfinanzierung - eine Finanzierungsform, in der der Bund für andere staatliche Einheiten Schulden eingeht und diese dann weitergibt - wie auch schon in den Quartalen davor ausgeweitet wurde.

Schuldenrückgang bei Sozialversicherungen

Auf Bundesländerebene kam es insgesamt nur zu einem geringen Anstieg an Schulden, im Gemeindesektor kam es ebenfalls zu einem leichten Anstieg der Verbindlichkeiten. Einen Rückgang des öffentlichen Schuldenstands gab es im Sozialversicherungssektor.

Das öffentliche Defizit im dritten Quartal betrug laut Statistik Austria 0,4 Prozent des vierteljährlichen BIP bzw. 0,4 Mrd. Euro. Im Vergleich zum dritten Quartal im Vorjahr bedeutet das eine Verbesserung um 4,7 Mrd. bzw. 4,9 Prozent des vierteljährlichen BIP.

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