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Politik Inland
03/28/2019

Beamten-Privileg: Halber Karfreitag plus persönlicher Feiertag

Staatsbedienstete bekommen "das besten aus beiden Welten", kritisiert Neos-Sozialsprecher Gerald Loacker.

von Michael Bachner

Beschäftigte im öffentlichen Dienst bekommen wieder den halben Karfreitag frei und nun zusätzlich einen persönlichen Feiertag. Das regt Neos-Sozialsprecher Gerald Loacker auf: „Jetzt wäre die Gelegenheit gewesen, gleiches Recht für alle zu schaffen. Aber die Beamten bekommen immer das Beste aus beiden Welten“, sagt der Abgeordnete zum KURIER.

Zusätzlich hat Loacker eine Anfrage an Beamten-Minister Heinz-Christian Strache (FPÖ) gestellt und teils erstaunliche Antworten erhalten. Anlass war: 2018 hatte Strache allen Beschäftigten in seinem Ministerium den ganzen Karfreitag freigegeben. Das betraf 247 Mitarbeiter und kostete rund 23.000 Euro.Bisher hatte Strache seinen Erlass von 2018 mit dem erhöhten Arbeitsaufwand im Zuge der Neuaufstellung seines Ressorts begründet.

Loacker ist deshalb über Straches neue Begründung verwundert. Der Vizekanzler schreibt nämlich: „Mit der Regelung am Karfreitag im Jahr 2018 habe ich dem EuGH-Urteil vorgegriffen und in meinem Ressort für eine Gleichstellung, unabhängig von der Religionszugehörigkeit, gesorgt.“ Loacker dazu: „Da war Strache prophetisch unterwegs, hat das aber in der Regierung offenbar nicht weitergesagt. So hätte man früher eine haltbare Lösung für den Karfreitag finden können.“

Auch über einen anderen Punkt wundert sich Loacker. Auf die Frage nach zusätzlichen Freistellungen über den Karfreitag hinaus, sagt Strache: „Am Allerseelentag wird meinen Bediensteten ab 12.00 Uhr nach Maßgabe der dienstlichen Voraussetzungen die Möglichkeit zum Besuch der Friedhöfe gegeben.“

Loacker kontert: „Der Allerseelentag 2. November ist ein Samstag. Die armen Beamten fallen also um einen halben Tag um.“ Man könnte sich aber auch denken, Strache gibt einen Nachmittag frei, der ohnehin frei ist.

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