CARE zu COVID-19: Katastrophale Folgen für 12 Millionen Mütter in Hochrisikoländern

© Peter Caton/CARE USA / Peter Caton/CARE USA

Politik Inland
08/18/2020

Auslandskatastrophenfonds: Regierung stellte 24,5 Millionen Euro bereit

Kurz und Kogler: "Österreich kommt seiner Verantwortung nach" - 2020 mit 24 Mio. Euro in Krisenregionen geholfen

Anlässlich des Welttages der Humanitären Hilfe am Mittwoch haben sich Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) zu "solidarischer und wirksamer internationaler Hilfe" als zentralem Anliegen der Bundesregierung bekannt. Mit bisher mehr als 24 Mio. Euro habe Österreich 2020 in Krisenregionen rasch geholfen, hieß es in einer der APA übermittelten Aussendung.

"Werden uns globaler Verantwortung nicht entziehen"

Österreich komme dieser Verantwortung in besonderem Maße, zuletzt in Beirut durch Hilfe in Höhe 1,9 Mio. Euro, nach und werde dies auch weiterhin tun, sagte Bundeskanzler Kurz. "Die Covid-Pandemie trifft ärmere Länder und Gesellschaften um ein Vielfaches härter. Damit sich diese möglichst effizient selbst helfen können, braucht es internationale humanitäre Hilfe. Die Bundesregierung wird sich dieser globalen Verantwortung nicht entziehen und ihren Teil zur humanitären Hilfe in diesem Zusammenhang beitragen", so Kurz. "Das werden wir auch in den anstehenden Budgetverhandlungen noch stärker vorantreiben", fügte Vizekanzler Kogler hinzu.

Neben den Leistungen für Covid-relevante Humanitäre Hilfe aus dem Auslandskatastrophenfonds hat das Außenministerium demnach weitere umfangreiche Covid-relevante Leistungen in der Entwicklungszusammenarbeit erbracht. So habe die Austrian Development Agency (ADA) mit 13,7 Mio. Euro Covid-Hilfsprojekte unter anderem am Westbalkan, in Libyen, Afghanistan und in Bhutan unterstützt. Zähle man all dies zusammen, habe sich Österreich heuer bereits mit 24,5 Mio. solidarisch gezeigt und in Krisenregionen rasch geholfen, teilte die Bundesregierung weiter mit.

Auslandskatastrophenfonds aufgestockt

Bei Bildung der türkis-grünen Koalition hätten sich beide Parteien auf wirksame Hilfe vor Ort – vor allem in Krisenregionen - als zentrales Anliegen geeinigt, um das sich die Bundesregierung verstärkt kümmern werde. Der Auslandskatastrophenfonds (AKF) sei daher auch auf 25 Mio. Euro aufgestockt worden. Vor allem in der Corona-Pandemie, die in vielen Ländern bereits vorher vorhandene Probleme noch vertieft habe, zeige sich Österreich solidarisch und helfe zahlreichen von der Krise betroffenen Ländern.

Aus dem Auslandskatastrophenfonds wurden in den vergangenen Monaten bereits 10,8 Mio. Euro für Humanitäre Hilfe beschlossen. Darin umfasst sind Hilfen für die von Bürgerkriegen schwer getroffenen Länder Syrien und Jemen, für Flüchtlinge auf den griechischen Inseln, für die von einer Heuschreckenplage heimgesuchten Länder Äthiopien und Uganda sowie zuletzt die Soforthilfe für den von der Explosionskatastrophe betroffenen Libanon.

Um sicherzustellen, dass die Hilfe auch wirklich bei den Betroffenen ankommt, übernehmen Organisationen wie das Internationale Rote Kreuz (IKRK) oder die Weltgesundheitsorganisation WHO, aber auch österreichische Hilfsorganisationen, die bereits in den jeweiligen Krisengebieten aktiv sind, die Abwicklung.

Der Welttag der Humanitären Hilfe ist ein internationaler Aktionstag, an dem humanitärer Helfer und derjenigen gedacht wird, die ihr Leben bei humanitären Einsätzen verloren haben. Der Aktionstag geht auf einen Beschluss der UN-Generalversammlung zurück und wird jedes Jahr am 19. August begangen.

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