Politik | Inland
23.11.2017

Alt-Right-Aktivist: Einreiseverbot für Schengenstaaten

Richard Spencer, führender Aktivist der US-amerikanischen Alt-Right-Bewegung, hat ein Einreiseverbot in Polen - und darf damit nicht mehr in die 26 Schengenstaaten.

Kurz nachdem Donald Trump zum Präsidenten der USA gewählt wurde, versammelte Richard Spencer seine Gleichgesinnten in einem Hotel in Washington DC, wo sie mit gestrecktem rechten Arm "Heil Trump" riefen. Den Wahlsieg Trumps nannte er - in Anspielung auf Leni Riefenstahls Propagandafilm "Triumph des Willens" - einen "Sieg des Willens". Richard Spencer ist ein Aushängeschild der so genannten Alt-Right-Bewegung, die rassistische Ansichten vertritt und für Donald Trump wahlkämpfte.

Nun hat er ein Einreiseverbot in Polen bekommen und darf damit nicht mehr in die Schengenstaaten einreisen. Das berichtet die polnische Nachrichtenagentur PAP. Das Einreiseverbot soll vom polnischen Außenministerium ausgesprochen worden sein und gilt für fünf Jahre. Eine Person, die in einem Schengenstaat Einreiseverbot hat, darf auch die restlichen nicht betreten. Die Begründung für das Einreiseverbot ist nicht bekannt.

Spencer hatte bereits seit 2014 ein dreijähriges Einreiseverbot für die Schengenstaaten, das nun ausgelaufen wäre. Ausgesprochen wurde es damals von Ungarn, wo er verhaftet wurde und eine nationalistische Konferenz organisieren wollte. Das aktuelle Einreiseverbot seitens Polen, das er besuchen wollte, hat Spencer als "verrückt" bezeichnet.