Historische Spur der Verwüstung

Chronologie der schlimmsten Hurrikans der letzten Jahre

Von all den Hurrikans, die im Jahr in die Schlagzeilen kommen, ist "Katrina" wohl noch am besten in Erinnerung. Zu groß war die Enttäuschung über das Versagen der Politik. „Katrina“ fegt im August 2005 über fünf US-Bundesstaaten: Es gibt 1800 Tote und 1,3 Mio. Obdachlose. Der Schaden beläuft sich auf ca. 125 Mrd. Dollar. „Rita“ verwüstet nur einen Monat später mit 200 km/h das Grenzgebiet Texas/Louisiana (USA) und verursacht eine bis zu sechs Meter hohe Sturmflut. 1,3 Millionen Menschen müssen die Küstenregion verlassen, 119 sterben. „Stan“ reißt Anfang Oktober 2005 in Mexiko, El Salvador und Guatemala 1600 Menschen in den Tod. Schaden: 2 Mrd. Dollar. Und noch im gleichen Jahr treibt „Wilma“ im Nordwesten Kubas mehr als 600.000 zur Flucht: 40 Tote. Im Jahr 2007 zieht „Felix“ mit bis zu 270 km/h von der Karibik nach Mittelamerika: 130 Tote. „Noel“ tötet im November 140 Menschen in der Karibik (von Haiti bis zu den Bahamas). „Gustav“ fordert im August 2008 zuerst 80 Todesopfer in Haiti, Jamaika und der Dominikanischen Republik, ehe er mit ca. 230 Stundenkilometern Kuba und Louisiana erreicht. Insgesamt sterben 100 Menschen. „Ike“ trifft im September des gleichen Jahres nach Verwüstungen in Haiti und Kuba mit mehr als 170 km/h auf die texanische Golfküste: 170 Tote. „Ida“ verursacht im November 2009 in El Salvador Überschwemmungen, Erdrutsche und vernichtet Ernten. 135 Menschen sterben. Auch das Jahr 2010 verlief stürmisch: „Alex“ richtet im Juni und Juli in Mexiko schwere Schäden an: 30 Menschen sterben, 500.000 verlieren ihr Obdach. Helfer müssen den Kampf gegen die Ölpest (Leck der BP-Bohrinsel „Deep Water Horizon“) unterbrechen. Schließlich rast „Earl“ mit bis zu 230 km/h auf die nordamerikanische Ostküste zu. In mehreren Bundesstaaten wird der Notstand ausgerufen. Der Sturm schwächt sich aber ab und richtet keine größeren Schäden an. In Kanada kommt ein Mensch ums Leben.

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(KURIER/KURIER.at) Erstellt am
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