Happy Feet bleibt verschwunden

Er wurde am Strand nahe Wellington mit Sand im Bauch aufgefunden und wieder aufgepäppelt. Kurz nach seiner Freilassung verlor sich Happy Feets Spur.

Sein Schicksal hatte im Sommer für regen Gesprächsstoff gesorgt: Im Juni hatte sich der Kaiserpinguin an einen Strand in der Nähe der neuseeländischen Hauptstadt Wellington verirrt – rund 3.000 Kilometer von seiner antarktischen Heimat entfernt. In der ungewohnt warmen Umgebung hatte Happy Feet,  der nach der Hauptfigur eines beliebten Zeichentrickfilms benannt ist, offenbar im Versuch, sich zu kühlen, Sand geschluckt. In der Antarktis schlucken Pinguine Schnee, wenn ihnen zu warm ist. Happy Feet wurde daraufhin krank aufgefunden und in den Zoo von Wellington gebracht. Dort wurde der stark geschwächte Pinguin operiert. Ein renommierter Gastroenterologe entfernte Happy Feet den Sand aus dem Magen und rettete ihm damit das Leben. Während seines Aufenthalts im Zoo hatte sich die Besucherzahl dort fast verdoppelt, Medien aus aller Welt berichteten über seinen Überlebenskampf. Am 4. September war es dann so weit: Nach einer Fischdiät war Happy Feet mit 27,5 Kilogramm gut für die Heimreise gerüstet. Vom Forschungsschiff "Tangaroa" aus trat der Vogel seine Rückreise in die Antarktis an. Vier Tage verbrachte der Pinguin auf dem Schiff in einer Spezialkabine, um  nahe Campbell-Island ausgesetzt zu werden. Nach Angaben der Tierärztin Lisa Argilla standen die Überlebenschancen gut. "Den kümmern Zehn-Meter-Wellen nicht, dieser Kerl ist an harte Bedingungen gewohnt. Er wird vermutlich recht aufgeregt sein, ... ... einfach eintauchen, und das wird das letzte sein, was wir von ihm sehen." Doch leider gab es wirklich bald das letzte Lebenszeichen von Happy Feet. Ein GPS-Sender sollte Fans und Forschern erlauben, den weiteren Kurs des Pinguins zu verfolgen. Doch nach fünf Tagen im Meer übermittelte der Sender keine Daten mehr. "Entweder ist der Sender abgefallen oder etwas anders hat Happy Feet davon abgehalten, aufzutauchen", teilte die Satelliten-Firma Sirtrack am 12. September mit. Bis heute ist der Verbleib von Happy Feed nicht geklärt.

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(apa/afp / tan, csm) Erstellt am
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