Gewalt gegen Bulgariens Roma

In Bulgarien kommt es seit Tagen zu gewaltsamen ethnischen Ausschreitungen gegen Roma. Die Proteste fingen vor einer Woche mit einem tödlichen Verkehrsunfall an.

Seit Tagen gibt es in Bulgarien Proteste gegen die Roma-Minderheit. Zwar hat die Polizei einen berüchtigten Roma-Boss festgenommen, der von slawischstämmigen Bulgaren für die Auseinandersetzungen verantwortlich gemacht wird. Doch der Protest und die Gewalt hält an. Der am Mittwoch festgenommene Roma-Boss "Zar Kiro" (König Kiro) soll für den Tod eines Jugendlichen verantwortlich sein, der vorsätzlich angefahren und getötet worden sein soll. Ethnische Bulgaren zündeten daraufhin Häuser des "Zars" im Ort Katunitsa an und demonstrierten gegen Roma. Der umstrittene Roma-Boss soll tief in kriminelle Machenschaften verwickelt sein und die Bewohner von Katunitsa terrorisiert haben. Nach Morddrohungen gegen Dorfbewohner... ...wurde er festgenommen. Seitdem kommt es zu immer mehr Gewaltakten gegen die Roma-Minderheit im Land. Demonstriert wird auch gegen die Tatenlosigkeit von Polizei und Staatsanwaltschaft gegenüber der Roma-Kriminalität. Die Polizei muss Roma vielerorts schützen. Im südbulgarischen Blagoewgrad überfielen Skinheads in der Nacht zum Donnerstag zwei Roma im Stadtzentrum und schlugen sie zusammen. Hier das Haus von "Zar Kiro" nachdem es angezündet worden war. Die Aufruhrpolizei hat alle Hände voll zu tun... ...weitere Zusammenstöße zu verhindern.
(APA / lef) Erstellt am
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