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Politik
05/02/2012

Freiheit als hohes Gut

Um die Freiheit muss man immer kämpfen - in Diktaturen und bei uns.

von Helmut Brandstätter

Die tiefen Abgründe der österreichischen Seele stellen uns immer wieder vor große Rätsel. Wie kann es sein, dass 18 Prozent der Bevölkerung der Meinung sind, "der Staat solle einen Blick auf Zeitungsinhalte werfen, bevor diese veröffentlicht werden?" Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Verbandes der Zeitungsherausgeber (VÖZ).

Erklärbar ist dieses traurige Ergebnis nur dadurch, dass der Begriff der Freiheit in unserem Land generell keine überragende Bedeutung hat, Liberalismus hat sich gar als beliebtes Schimpfwort eingebürgert.

Andererseits haben unsere Landsleute durchaus ein Gefühl für Qualität. Sie trauen den Kaufzeitungen durchaus Unabhängigkeit zu, Gratiszeitungen hingegen nicht. Eh klar, die muss ja auch jemand kaufen, aber eben nicht der Konsument.

Die Politik kann an dieser Umfrage nicht achselzuckend vorbeigehen. Zu politischer Führung gehört eben mehr als das verbale Bekenntnis zur Pressefreiheit. So muss auch bei uns das Amtsgeheimnis neu interpretiert werden. In anderen Ländern ist der Zugang zur Information selbstverständlich, bei uns oft noch eine Gnade.

Freiheit muss jeden Tag erkämpft werden: 80 Prozent der Menschen haben keinen Zugang zu freier Presse.

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