Fahrschülerin lenkte Auto in Fluss

Vater und Tochter waren in Schladming in die Hochwasser führende Enns gestürzt. Sie konnten unverletzt geborgen werden.

20 Minuten lang mussten ein Obersteirer und seine Tochter ausharren, ehe sie in Sicherheit waren: Ihr Kleinwagen ist Dienstagabend in Schladming in die Hochwasser führende Enns gestürzt und wurde abgetrieben. In einem etwas flacheren Stück blieb das Auto an einem Gesteinsbrocken hängen. Glücklicherweise, denn nur 200 Meter weiter wäre die Enns bis zu zwei Meter tief geworden. Außerdem gibt es dort auch einen kleinen Wasserfall, der das Auto hätte mitreißen können. Unfallursache dürfte laut Polizei ein Fahrfehler gewesen sein. Die 17-Jährige war im Rahmen der L-17-Führerschein-Ausbildung mit ihrem Vater am Beifahrersitz unterwegs. Sie fuhr über eine Ennsbrücke in Schladming und bog nach rechts in eine Straße ein, die neben der Flussböschung verläuft. Doch die Schülerin lenkte nicht mehr zurück, ging aber laut Polizei auch nicht vom Gas: Sie fuhr über die Böschung, der Wagen stürzte in die Enns und trieb 150 Meter ab, ehe er von dem Felsbrocken gestoppt wurde. Unfallzeugen alarmierten sofort die Feuerwehr. Die rückte aus und stellte fest, dass sie einen Kameraden retten musste: Der 50-jährige Beifahrer ist selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Die Rettungsaktion war aufwendig: Zunächst schwamm ein mit einer Leine gesicherter Helfer zum Auto und brachte den beiden Insassen Schwimmwesten. Unterdessen wurde auf dem Spazierweg neben der Böschung ein Einsatzwagen mit Drehleiter aufgestellt: Die Leiter wurde gekippt und in Richtung Flussmitte gedreht. So konnten Vater und Tochter aus dem Wagen über die Leiter zum Ufer klettern. Der Wagen wurde danach von einem Kran aus der Enns gehoben. Vater und Tochter waren durchnässt und unterkühlt, aber physisch nicht verletzt. Doch die Steirer stehen unter Schock, vor allem die junge Frau war angeschlagen. Sie wurde im Spital versorgt.
(kurier) Erstellt am
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