Es heißt wieder: Eine Stunde länger schlafen

Es heißt wieder: Eine Stunde länger schlafen
In der Nacht auf Sonntag endet die Sommerzeit. Wie Sie sich am besten merken, dass die Zeiger eine Stunde zurückgestellt werden.

Morgenmuffel dürfen sich freuen - sie dürfen wieder eine Stunde länger schlafen. Am Sonntag, 3.00 Uhr, endet offiziell die Sommerzeit und die Zeiger werden eine Stunde zurückgedreht - in ganz Europa, bis auf Russland (siehe unten), gilt wieder die Normalzeit.

Es heißt wieder: Eine Stunde länger schlafen

Wann stellt man nun die Uhr vor, und wann zurück? Eine gute Eselbrücke ist das Schanigarten-Prinzip: Wird im Frühjahr der Schanigarten vor das Lokal geräumt, wird auch die Uhr vorgestellt. Im Herbst werden die Stühle wieder hineingeräumt - die Uhr wird auch zurückgestellt.

Eingeführt wurde das Sommerzeit-Modell in Österreich übrigens im Jahr 1980. Grund dafür war die Ölkrise 1973, die Zeitumstellung sollte helfen, Energie zu sparen. Heute freuen sich wohl vor allem jene, die im Sommer Dank der Zeitverschiebung eine zusätzliche Stunde Tageslicht am Nachmittag gewinnen.

"Ewige Sommerzeit" in Russland

Andere Wege geht man etwa in Russland: Erstmals stellt das größte Land der Erde in der Nacht auf Sonntag nicht wie das übrige Europa die Uhren um eine Stunde zurück. Auf Anordnung von Kremlchef Dmitri Medwedew schafft das Riesenreich die Winterzeit ab. Dies bedeute weniger Stress für Mensch und Tier, begründete er seine bereits im Februar beschlossene Initiative.

Nun ist Moskau Wien und dem übrigen Mitteleuropa bis Ende März drei statt bisher zwei Stunden voraus. Aufgrund des größeren Zeitunterschieds zu ihren westlichen Handelspartnern befürchten Firmen Verluste. Reiseunternehmen warnen vor Folgen für den Tourismus. Auch medizinisch lohne sich der Schritt: So erwarten Ärzte wegen der längeren Helligkeit angeblich weniger Selbstmorde. Kritiker warnen dagegen, dass es vor allem in nördlichen Regionen deutlich länger dunkel bleibe.

Kommentare