Erdbeben schockiert Ostanatolien

Bis zu 1000 Todesopfer befürchten die Erdbebenexperten in der Türkei. Nachbeben versetzten die Bevölkerung in Angst und Schrecken.

Die Bergungsarbeiten nach dem schweren Erdbeben im Osten der Türkei laufen auf Hochtouren. Am Dienstag waren ein neugeborenes Mädchen sowie seine Mutter und Großmutter lebend aus den Trümmern geborgen worden. Die Provinz Van liegt im Südosten des Landes und grenzt an den Iran. Sie wird mehrheitlich von Kurden bewohnt. Die Türkei wird immer wieder von heftigen Erdbeben heimgesucht. Vielerorts klagen Opfer über Willkür und Korruption bei der Verteilung von Hilfsgütern. Der 13-jährige Yunus verbrachte die Nacht von Montag auf Dienstag unter den Trümmern eines Wohnhauses in Erics. Auf seiner Schulter die Hand eines Toten. Nach der erfolgreichen Bergung des Jungen kam kurz darauf die Hiobsbotschaft. Yunus erlag seinen schweren inneren Verletzungen. In das Krisengebiet wurden mehr als 1200 Helfer geschickt Auch Einheiten der Armee sind im Einsatz. Nach dem Beben der Stärke 7,2 wurden bisher 217 Tote geborgen. Mehr als 1000 Menschen sind verletzt. Türkischen Berichten zufolge ist jedes dritte Haus in der Stadt beschädigt oder zerstört. Die Zahl der Toten dürfte noch steigen Die türkische Erdbebenwarte Kandilli erwartet bis zu 1000 Tote. Dies sei nach der Stärke des Bebens zu erwarten, erklärten Experten auf einer Pressekonferenz, die von türkischen Fernsehsendern übertragen wurde. Das Zentrum des Bebens lag unter dem Dorf Tabanli in der Provinz Van in der Nähe der Grenze zum Iran. Die Menschen sind schockiert von dem unerwarteten Beben. Viele haben Angehörige oder ihr ganzes Hab und Gut verloren. Immer wieder können Überlebende aus den Trümmern gezogen werden. Weitere Eindrücke ...

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(apa / csm, dk) Erstellt am
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