Erdbeben erschreckt Menschen an Ostküste

Bei der Erschütterung kam niemand zu Schaden, doch der Schreck war groß. Zunächst dachten die Menschen an einen Terroranschlag.

Tausende Menschen an der US-Ostküste drängten am Dienstag auf die Straßen - nach dem Erdbeben der Stärke 5,9 wurden zahlreiche Gebäude geräumt. Verletzt wurde niemand, der Schreck war aber groß. Der erste Gedanke für viele: ein Terroranschlag. Die Sicherheitsmaschinerie lief an. In Virginia sind zwei Atomreaktoren vorübergehend vom Netz genommen worden - als reine Vorsichstmaßnahme, wie CNN meldet. Laut US-Erdbebenwarte lag das Epizentrum bei der Ortschaft Mineral im US-Bundesstaat Virginia lag, rund 130 Kilometer südwestlich von Washington. Das Beben war auch in der Millionenmetropole New York und der Hauptstadt Washington zu spüren sowie bis nach Toronto in Kanada. In Washington wurden mehrere Gebäude evakuiert, darunter das Pentagon, das Außenministerium (State Department) und das Kapitol. "Die Erde hat mehr als 40 Sekunden gebebt", berichtete eine Augenzeugin. Tausende Menschen seien ins Freie gelaufen. In New York musste die Pressekonferenz des Staatsanwalts Cyrus Vance zum Fall Dominique Strauss-Kahn abgebrochen werden. In Virginia gibt es fast alle ein bis zwei Jahre kleinere Erdbeben. Das letzte Erdbeben mit großen Folgeschäden ereignete sich im Jahr 1875. Gemeldet wurden nur Schäden an Gebäuden: In Washington erlitt der Turm der Kathedrale Beschädigungen. Von drei der vier Zinnen an ihrem Turm, den höchsten Punkten Washingtons, seien Teile abgebrochen und heruntergefallen. Der weiße Marmor-Obelisk des Washington Monument wies an der Spitze Risse auf und könnte deswegen "für unbestimmte Zeit geschlossen bleiben". Laut CNN gab es in Washington im Pentagon einen Wasserrohrbruch sowie Schäden an der National Cathedral. Im Raum Washington fielen viele Telefone und Handys aus.

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(APA/DPA/KURIER.at / csm) Erstellt am
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