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Politik
12/05/2011

Durchhalten, Töchterle

Der Minister ist stark gestartet, jetzt muss er seine Ideen durchkämpfen.

Karlheinz Töchterle war ein absoluter Glücksgriff. Der Wissenschaftsminister spricht wie ein Mensch, nicht wie ein Polit-Computer. Und er weiß, was er will. Auch das hebt ihn positiv hervor.

Aber jetzt verlässt den Professor aus Tirol der Mut. Töchterle hat für seinen Studiengebühren-Vorschlag die große Mehrheit der Österreicher hinter sich. Und sogar die Mehrheit der SPÖ-Wähler. Also sollte er bei seiner Idee einer Volksbefragung bleiben. Die Regierungsparteien blockieren einander ohnehin, wo sie nur können. Und gerade Werner Faymann ist ja ein Freund von Volksentscheiden. Also wozu noch zögern, Herr Cunctator.

Die Taktik des Zauderns mag dem Feldherrn Quintus Fabius Maximus im 2. Punischen Krieg gegen Hannibal geholfen haben. Jetzt erwarten die Österreicher endlich klare Entscheidungen. Die ÖVP-Führung aber wirkt so, als wäre es ihr wichtig, die SPÖ nicht über Gebühr zu reizen. Sticheln ja, ernsthafte Auseinandersetzungen nein.

Also droht uns der nächste Arbeitskreis, wo übermüdete Koalitionäre so lange aufeinander einreden, bis alle erschöpft aufgeben - und die Unis gehen weiter vor die Hunde. Töchterle kann mehr.

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