Die Mauer im Wandel der Zeit

Vom Grenzzaun über Betonwand und Todeszone hin zum Mahnmal und Museum. Die Berliner Mauer unterliegt stetiger Veränderung.

Die Berliner Mauer war mehr als 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung. Die Mauer um den Westteil Berlins umfasste rund 160 Kilometer und war knapp vier Meter hoch. Auf 43 Kilometer Länge verlief sie durch das Berliner Stadtgebiet und spaltete es in West- und Ostteil auf. Die Mauer verlief quer über zwölf S- und U-Bahnlinien und unterbrach 193 Straßen. 11.500 Soldaten kontrollierten die Grenze rund um Berlin. Es gab innerhalb des Berliner Stadtgebiets acht Grenzübergänge und  außerhalb sechs weitere. Von 302 Beobachtungstürmen spähten Soldaten nach "Grenzverletzern". Mehr als 100.000 DDR-Bürger versuchten von 1961 bis 1989 die Flucht über die innerdeutsche Grenze, davon allein 5.000 über die Berliner Mauer. Nach Schätzungen kamen fast 1.000 ums Leben, mindestens 136 allein an der Berliner Mauer. 251 Reisende aus Ost und West starben während oder nach den strengen Kontrollen an Berliner Grenzübergängen, zumeist an Herzinfarkten. Die Berliner Mauer prägte bis 1989 maßgeblich das Stadtbild der heutigen deutschen Hauptstadt. Die East Side Gallery ist der größte erhaltene Rest der Grenzanlagen der Berliner Mauer. Sie wurde von 118 Künstlern gestaltet.

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(KURIER.at) Erstellt am
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