Politik
12/05/2011

Die Bahn hatte die Kosten - und die Kritik

Die Kooperation: Ein genauerer Blick auf 21 Doppelseiten ÖBB-Inserate.

Eine "Medienkooperation" zwischen ÖBB und Krone aus 2007 sorgte zuletzt für Aufregung. Zumal der damalige Verkehrsminister Faymann diese Kooperation eingefädelt haben soll (was er bestreitet). Doch wie sah die Kooperation in der Praxis aus? Ein genauer Blick auf die 21 Doppelseiten ergibt: Leser schimpfen auf die ÖBB, Faymann zeigt Verständnis und verspricht Verbesserung. Einige Beispiele an Kritik:
"Die Züge haben fast ausnahmslos Verspätung. Wie kann das passieren?"
"In vielen Briefen beklagen sich Kunden über die Einstellung von Regionalbahnen."
"Großbahnhöfe werden um teures Geld modernisiert. Hunderte kleinere Bahnhöfe befinden sich hingegen in einem erbärmlichen Zustand."

Auf einen anderen Vorwurf, wonach einige Bahnhöfe nicht rollstuhl- und kinderwagengerecht seien, sagt der Minister: "Was leider stimmt. Derzeit werden jedoch 80 Millionen Euro in Bahnsteigerhöhungsprogramme investiert."
In einer Reportage meint ein Leser, dass sich Bahnübergänge oft auf Feldwegen befänden. Unsicherer gehe es nicht mehr. "Auch dieses gefährliche Problem hat das Verkehrsministerium längst erkannt."
Ein anderer Kunde mokiert sich über die Preiserhöhungen der ÖBB. "2006 kostete ein Ticket für zwei Personen nach St.Anton und retour 165 Euro, heuer 207. Das ist eine Preiserhöhung von 25 Prozent. Ein Skandal." Faymann in seiner
dazugehörigen Kolumne: "Gerade als Sozialdemokrat bin ich darum bemüht, dass Bahnfahren für jeden Österreicher leistbar ist. (...) Mit meinem Team bin ich immer auf der Suche und am Überlegen, wie wir noch günstigere Tarife anbieten können, ohne die gesamtökonomischen Notwendigkeiten aus den Augen zu verlieren."
Apropos: Die Gesamtkosten für diese eine Imagekampagne in der Krone bezahlten die ÖBB. 500.000 Euro.

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