Politik
05.12.2011

CIA-Spione im Iran und Libanon aufgeflogen

Bei den Festgenommenen soll es sich nicht um amerikanische Staatsbürger handeln. Die US-Regierung befürchtet nun Hinrichtungen.

Nach Informationen des amerikanischen Senders ABC sind im Iran und im Libanon mehr als ein Dutzend CIA-Informanten enttarnt und festgenommen worden. Jetzt befürchtet die US-Regierung, dass die Festgenommenen hingerichtet werden könnten, berichtete der Sender am Montag. Der Sender beruft sich auf anonyme, derzeitige und frühere Regierungsbeamte und Geheimdienstler. Laut ABC handelt es sich um einen erheblichen Rückschlag für die US-Aufklärung in der Region.

Keine US-Bürger

Bei den Enttarnten handelt es sich den Informationen zufolge um "ausländische Spione, die für die CIA arbeiten" - demnach dürften keine US-Staatsbürger betroffen sein. Diese hätten zu zwei Spionageringen gehört, die gegen den Iran und die Hisbollah im Libanon gearbeitet hätten.

"Falls es sich um echte Spione handelte, die gegen die Hisbollah spioniert haben, dann glaube ich nicht, dass wir sie wiedersehen werden", meinte der ehemalige CIA-Offizier Robert Baer laut ABC. Unklar war allerdings zunächst, wann die CIA-Informanten festgenommen worden seien. Die Hisbollah habe bereits im Juni behauptet, zwei CIA-Spione enttarnt zu haben, die in die Organisation eingedrungen seien.

Den Angaben zufolge hätten zwei Hisbollah-Doppelagenten zu der Enttarnung geführt. Diese hätten vorgegeben, für die CIA arbeiten zu wollen. Dabei hätten sie erfahren, in welchem Restaurant in Beirut sich CIA-Agenten mit Informanten trafen. Es solle sich um eine Pizza-Kette gehandelt haben, heißt es.